Camilla Zur Vermählung des englischen Kronprinzen Charles mit seiner langjährigen Liebe Camilla raschelte es im Blätterwald des Karpatenlandes, das die beiden ihre Flitterwochen in Siebenbürgen verbringen würden. So aberwitzig das klingt, abwegig ist es nicht. Als Pate des Mihai Eminescu Trusts befand sich der Prinz von Wales 2002 auf einer dreitägigen Siebenbürgen-Reise, die ihn nach Schässburg, Meschen, Lasseln und Deutschweißkirch führte. In dieser Patenrolle half er auch den Bau des Draculaparks auf der Schässburger zu verhindern. Zu den Flitterwochen sollte es dann doch nicht kommen. Am 9. Mai abends hieß es aber plötzlich in Curtea de Arges:"A venit Charles, dar fara Camilla". Camilla mit zwei "L", nicht mit einem. ;-) |
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Im Filter des Riesen Sie hatten Boris Becker, sie haben ein Stadion, pardon, eine Arena in Hamburg... Doch damit nicht genug, denn jetzt haben sie uns. Uns, die SiBild. Nein, AOL hat die SiBild nicht aufgekauft (dann würden wir diesen Newsletter von den Bahamas verschicken), AOL hat die SiBild in irgendeinen Filter verbannt. Mindestens die Hälfte aller AOL-Benutzer, die die SiBild abonniert haben, haben die letzten beiden Newsletter nicht erhalten. |
| Große Buchstaben, ein eigenwilliger Jargon - reicht das für einen Spamfilter? Oder bescherte uns "Bush und die Sachsen" diese Ehre bei America Online? |
Sachsenmekka Jedes Jahr zur Erscheinung des heiligen Geistes zieht ein kleines Grüppchen bundesdeutscher Bürger in das Grenzland zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Sie tragen eigenwillige Gewänder, spielen auf altmodischen Instrumenten und tanzen zu antiken Weisen. Sie sprechen komische Sprachen, essen fremdländische Speisen und trinken selbstgebranntes Feuerwasser. Doch Gefahr geht von diesen Leuten keine aus. Das meint sogar der Innenminister von Bayern, der sich in diesem Jahr dazugesellen will. Und er ist schließlich ein Garant für innere Sicherheit.
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Tanzen Es laden ein: die Rüsselsheimer Blaskapelle am Samstag sowie die Neppendorfer Kapelle und TOP40 am Sonntag... Denn ein Tänzchen in der Schranne, das muss schon sein. Party gibts dazu noch am Freitag mit der Franz-Schneider-Band, am Samstag mit Melody4U und am Sonntag mit dem Amazonas-Express, allesamt im Bierzelt auf dem Schießwasen. Let's fetz. |
Leckereien findet die hungrige Sächsin nebst Sachs vor den Toren der Stadt auf dem Siebenbürgermarkt. Wenngleich beim ALDI 3 Einkaufswagen an der Kasse schon eine Sauerei sind, bei den Mici vom Binder oder den Baumstriezel aus Agnetheln gibts eine Coada wie in den guten alten Zeiten. Nichtsdestotrotz: Lasst es euch schmecken. |
Gute Stuf im ExtrablattWas einst der Treffpunkt des Studium Transsylvanicum war, hat sich mittlerweile als Begegnungsstätte der Cybersachsen etabliert. Seit 1999 trifft sich die Gute Stuf im Cafe Extrablatt hinter der Haupttribüne am Weinmarkt. Mehr Infos dazu gibt es im Chat-Board. Übrigens: Wir beißen nicht - wer uns sieht und erkennt, darf uns ruhig ansprechen. |
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Pritschen Nachdem sich in den letzten Jahren die Volleyballturniere mit und ohne Sandkasten zunehmender Beliebtheit erfreuen, gibt es in diesem Jahr erstmals auch in Dinkelsbühl ein Turnier. Gemeldet sind 13 Mixed-Teams mit mindestens 2 Damen. Gespielt wird in der Dreifachturnhalle auf der Sportanlage des TSV Dinkelsbühl. |
Schießen Sport für wahre Männer wird in Dinkelsbühl auch praktiziert. 20 Mannschaften spielen in einem Eintagesturnier den Siebenbürgischen Fußballmeister aus. Da gehts schonmal heiß her und den Schiedsrichtern auch mal an den Kragen. Hoffentlich überstehen die Herren in Schwarz den Samstag trotzdem ohne Blessuren. |
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Weitere Infos zum Heimattag unter www.siebenbuerger.de |
RON kommtWer ist RON? RON ist der Neue. Nach 15 Jahren endloser Inflation ist es jetzt endlich soweit: Die Rumänen streichen 4 Nullen auf ihren Geldscheinen, und machen aus zehntausend Lei einen Leu. Einen neuen Leu genannt "Romanian New Leu"(RON). Damit der Rubel in dem Land endlich wieder ROLlt. Hoffentlich heißt es nicht bald: Wie gewonnen so zerRONnen... |
Bitte en Bit Sanjt an dem Forum "Saksesch Walt" bei der Landsmannschaft anjden mieh Letzebuerger angderwiechs sen, kunn em munch holt aster lieren. Esi erfiert em uch nuch, dot em uch an Bitburg seng Bar of saksesch bestallen kun, net nor an Luxemburg. Et stallt sich nor de Frooch: Bekit em mat "Bitte en Bit" en Glas Bar oder en Kompestbitchen? |
Geschichten vom Pitter Misch (7):Der Dolli Guten Tag ihr guten Leut. Ich komm grad vom Dolli. Ich soll euch einen schönen Gruß sagen von ihm. Das ist der Mann meiner Schwester. Als er erfahren hat, das ich unseren Sachsen immer Geschichten erzähle, da sagte er, richtig so, sag ihnen, wie es war. Der Dolli. Ja, was soll ich sagen. Der hat es nicht leicht gehabt in seinem Leben. Sein Vater, der Mierten, der war verrückt nach dem Hitler, und dann hat er das Kind nach dem benannt. Wisst ihr, der Mierten, das ist der Bruder vom Tummes, von dem ich euch schon erzählt hab. Die waren damals beide ziemlich aktiv, aber der Mierten war nicht so gescheit wie sein Bruder. Der Tummes, der ist nachher in die Partei eingetreten und hat die Fäden gezogen. Der hat vielen Leuten aus unserem Dorf Arbeit verschafft in der Uzina. Auch mir. Und dann ist er nach Deutschland gefahren, und hat kein Bilet mehr für die Rückfahrt gehabt. So hat man damals gesagt. Und hier? Der war mal am Pfingsttag bei den Sachsen, und das hat ihm da überhaupt nicht gefallen, denn dort hat er nichts zu sagen gehabt. Dann hat er seine eigene Landsmannschaft aufgemacht, und hat dann die Treffen organisiert, wo wir uns immer getroffen haben, nachdem wir weg waren aus Siebenbürgen. Ein tattericher Mann war er, der Tummes. Wohl seiner. Ganz anders sein Bruder, der war nicht so schlau. Der Mierten war ein sturer Bock und hat sein Mäntelchen nicht so nach dem Wind gedreht. Und das haben dann auch seine Frau und die Kinder gespürt. Schau, der Tummes hat alles fertig gemacht, damit der Mierten die Papiere einreichen konnte, aber der wollte und wollte nicht nach Deutschland. 'Lasst mich in Ruhe mit eurem Deutschland,' hat er gesagt. 'Ich hab es einmal mit den Deutschen gehabt, und was hat es mir gebracht?' Also seinem Sohn, dem Dolli, dem hat es viel Ärger gebracht. Der hat wirklich ein schweres Leben gehabt. Den haben schon die rumänischen Kinder immer mit "Sihai" bespottet, denn richtig aussprechen konnten sie das "Sieg Heil" ja doch nicht. Sogar viele Sachsen haben ihn nur als "Sihai" gekannt. Der war aber ein kluger Junge, der hätte Schule machen müssen. Aber mit dem Namen war überall nur Hohn und Spott über ihm und sie haben ihn nirgends angenommen. Zum Glück hat ihm irgendwann sein Onkel einen Platz in der Uzina arrangiert. Da hatte er wenigstens etwas auf dem Tisch als er mit meiner Schwester zusammengetan hat. Der Dolli war dann aber ganz anders als sein Vater. Er wollte und wollte immer nach Deutschland. Einmal hat er dann versucht, über die Grenze zu laufen, und sie haben ihn erwischt. Erst war er im Gefängnis und dann ist er bis im Neunundachtziger seines Lebens nicht mehr froh geworden. Im Neunziger hat er dann gleich die Papiere eingereicht und ist herübergekommen mit meiner Schwester nach Beblingen. Hey, und hier ist er richtig aufgeblüht. Er hat dann auch von seinem Onkel die Landsmannschaft übernommen. Und er macht das wirklich gut, da sag ich nur Hut ab. Also dann, gebt acht, wie ihr eure Kinder tauft. Es könnte euch eines Tages noch leidtun. Macht es gut. |
| Ochelsea Der indische Stahlbaron Lakhsmi Mittal, der seinerzeit mit blairscher Schützenhilfe die Hand auf das Galatzer Hüttenkombinat geworfen hat, will den Angestellten seines Werkes ein attraktives Freizeitprogramm bieten. Was bietet sich da besser an, als den betriebseigenen Fußballverein mit den nötigen Geldreserven auszustatten. Der Verein Otelul Galatz soll nach einer jahrelangen Durststrecke wieder auf die Beine gestellt werden. Von einem neuen Chelsea ist gar die Rede. Gut im Geschäft befindet sich auch Poli Temeswar. Dank einer kräftigen Finanzspritze von der Balkan Petroleum Ltd. haben die Banater rumänische Schwergewichte wie Cosmin Contra aus dem westlichen Ausland zurückgeholt. Nun, es wird auch langsam Zeit, das die Bukarester Vereine vom rumänischen Fußballthron gestoßen werden. |
Eintracht Allenthalben werden Stadien nach Sponsoren benannt. AOL-Arena, Schüco-Arena, Veltins-Arena und sogar die finanziell starken Münchner haben ihre Fußballarena an die Allianz-Versicherung verkauft. Und was machen die Sachsen? Unser Tipp: Namensrechte am Moselstadion in Trier kaufen! Trier? Nun, Trier liegt in dem Gebiet, das als Urheimat der Siebenbürger Sachsen angesehen wird. Und noch besser: Der Trierer Fußballverein heißt Eintracht. Genau. Heißt es doch: "Und um alle deine Söhne schlinge sich der Eintracht Band."
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Der Mai ist gekommen Die Bäume schlafen ein Auf der Groß Alischer Webseite findet sich eine Kollektion mit Musikaufnahmen, die so manchen Sachsen schwelgen lassen. Schwelgen in längst vergangenen Zeiten. So auch bei der Aufnahme eines Liedes, das zur Zeit wieder Hochkonjunktur hat: Der Mai ist gekommen. Ein Frühlingslied. Beim Anhören stellt sich allerdings die Frage, ob die siebenbürgischen Bäume im Frühjahr ausgeschlagen haben, oder ob sie eingeschlafen sind. |
| Me cago en esos putos rumanos Wenig schmeichelhaft geht ein DJ aus Spanien mit den Rumänen um. Zu dumpfen Techno-Beats tönt er: "Me cago en esos putos rumanos" - "Ich kacke auf diese rumänischen Nutten". Dieser Ton kommt nich von ungefähr: Nachdem die Spanier jahrzehntelang in aller Herren Länder ausgewandert sind, sehen sie sich plötzlich selber als Ziel von Einwanderern. Besonderer Beliebtheit erfreut sich Spanien bei den Rumänen - bei der derzeit laufenden "Regularisierung", durch die illegal in Spanien lebende Ausländer einen legalen Status bekommen können, haben schätzungsweise 170.000 Rumänen ihre Akten eingereicht. |
Gilceava pe mobil![]() Star Wars, der (voraussichtlich) letzte Teil, erobert die Welt und macht auch vor Rumänien nicht halt. Die dunkle Seite der Macht vertreibt zwischen Mangalia und Carei eine Schwarze Box mit einem Darth Vader Cover, dem Darth Vader Atem als Klingelton und dem Zugang zu Fimltrailern. Ah ja, und nicht zu vergessen, ein Nokia 3110 gibts dazu auch noch. Doch Rettung ist in Sicht, und ein Kämpfer für das freie Rumänien hat sich bereits gefunden. |
Lara, die SchöneAuszeichnungen in Serie, beste Schauspielerin, Frau des Jahres 2004 und jetzt das: die gebürtige Bukaresterin Alexandra Maria Lara wurde von den BILD-Reportern zur schönsten Deutschen gewählt, vor dem Schmachtblick Moritz Bleibtreu. Abgeschlagen auf Platz 5 und 9: Heidi Klum und Claudia Schiffer. Der zweitschönste Import: Vicky Leandros auf Platz 24. Gespannt sein darf man auch auf Alexandra Maria Laras neues Projekt, das sie zurück nach Rumänien führen wird. In Zusammenarbeit mit ihrem Vater soll ein Film entstehen, der unter anderem die Mentalitätsunterschiede zwischen Deutschen und Rumänen thematisieren soll. |
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Hasso, der Spendable Nachdem sich der reichste Sachs der Welt zur Ruhe gesetzt hat, findet er keine Ruhe. Erst kündigte er an, bis 2020 ein Institut in Potsdam mit 200 Millionen Euro zu unterstützen, und jetzt legt er einen Fond von 50 Millionen Euro für IT-Firmengründer auf. Na also, wer sagt denn Förderung aus privater Hand sei in Deutschland unmöglich? |
| Der schwarze Schiller Die Geschichte der Hermannstädter Schiller-Büste beleuchtet Manfred Wittstock in der Online-Ausgabe der HZ vom 6.Mai. 1905 als Schenkung des Salami-Fabrikanten Gustav Nußbächer in die Zibinsstadt gekommen, erfreut sie sich trotz weit verbreitetem Buntmetalldiebstahls noch immer bester Gesundheit. Ein paar Lausebengels haben sich nämlich irgendwann mit schwarzer Farbe an den guten alten Schiller rangemacht, und so glanzlos scheint die Büste für Diebe nicht mehr interessant zu sein. |
Der Misch im Führerbunker Im Zuge der ausgiebigen Berichte über die letzten Tage des dritten Reichs fiel des öfteren ein Name, der einem Sachsen in den Ohren klingt: Rochus Misch. Im Rokestuf-Chat wusste gar jemand zu berichten: Der Rochus Misch kommt aus Roseln. Misch. Nicht Michael. Nur: Der Fehler liegt im Detail. Der Mann, der bis zum Schluss Telefonist im Führerbunker war, wurde 1917 in Oberschlesien geboren, hörte auf den Vornamen Rochus und kam aus der Familie Misch. Also merke: Nicht überall, wo Misch draufsteht, ist auch ein Sachs drin. |
| Beiträge in dieser Ausgabe von Peter Dietrich, Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer |
| Mitautoren gesucht: Kurze Artikel, Gedichte, Fotos, Illustrationen, Zitate, Gerüchte, Lügen, Witze, Vermutungen und Stilblüten mit siebenbürgischem Bezug bitte an sibild@rokestuf.de schicken. |
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