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SiBild 2004: 5,- € für '04 Für uns als Herausgeber dieses Newsletters war es ein recht einfaches Jahr. Ob Sommerhit oder Billigauto, ob Gefallenengrab oder neue Militärallianzen, Rumänien war das ganze Jahr über Gesprächsthema in der bundesdeutschen Öffentlichkeit. Selbst der neue Bundespräsident brachte das Land ins Gespräch. |
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10 reguläre Ausgaben á 0,50 € wurden in diesem Jahr versandt, dazu zwei kostenlose Ausgaben (eine vor dem Länderspiel und eine vor Dinkelsbühl). Nach Adam Riese macht das 5 Euro, die bis zum 21. Januar 2005 unter Angabe der E-Mail-Adresse zu überweisen sind auf das Konto Inhaber: www.rokestuf.de, Konto-Nr.: 20154253, BLZ: 25950130, Kreditinstitut: Kreissparkasse Hildesheim. Alternativ werden auch Postkarten mit Nicht-EU-Stempel(z.B. aus Rumänien oder aus Übersee) für eine neue Reihe "Siebenbürger Sachsen in aller Welt" akzeptiert, zu schicken an: Hans-Detlev Buchner, St.Nikolai-Str.5, 31157 Sarstedt. Wir wünschen euch ugenehm Feiertaich uch ollest Gadet am Nojen Johr. |
Alexandra Maria Lara:Woman of the Year Vom Männermagazin "Maxim" hat Alexandra Maria Lara in diesem Jahr die höchste Auszeichnung gekriegt, die eine Frau von deutschen Männern kriegen kann. Sie wurde zur Siegerin in der Kategorie "Movie National" und... zur Frau des Jahres gekürt. Schauspielerkollege Jan Josef Liefers über die 26-jährige Platareanu: „Sie ist ein Glücksgriff für Kollegen, Autoren sowie Regisseure - und ein Glücksfall für die Zuschauer.“ Und sie ist ein Arbeitstier. Wenige Wochen nach ihrer Hauptrolle im "Untergang" kam sie 9. Dezember als "Cowgirl" in die Kinos. A Star is Born. Weitere Bilder am Ende des Newsletters. |
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Chrastsannowend Gut, das unsere Herren Politiker des sibi-sächsischen nicht mächtig sind. Gut? Das könnte sie auf dumme Gedanken bringen. Heisst doch der Heiligabend bei so manchem Sachsen einfach "Chrastsannowend". Aua. Da könnte man doch glatt den Heiligabend auf den nächstbesten Sonnabend verlegen, Weihnachten auf den Sonntag, und den 2. Weihnachtstag auf den Montag. Das gibt mehr Arbeitstage im Jahr und das ist gut für die Wirtschaft. Oder etwa nicht? |
Hanklich macht sexy Was macht eine siebenbürgische Frau aus? Was macht sie sexy? Das neueste Parfum von Douglas? Die neueste Mode von H&M? Unser Rat an unsere Leserinnen: Überraschen Sie Ihre Lieben mit einer Original Siebenbürgischen Hanklich, noch jetzt zu den Feiertagen. Da kommt kein Weihnachtsmann dagegen an, und erst recht keine Weihnachtsfrau. |
Es säuselte schon die ganze Zeit in meiner Wohnung rum, und ich fragte mich, was das denn für eine Sprache ist. Doch einmal hörte ich genau hin: "Ech orbeden," sprach meine Stereoanlage. "Ech uch" ertönte es vom Computer... vom Drucker... vom Telefon... plötzlich hörte ich nur noch ein sächsisches Stimmengewirr in meiner Wohnung. Nun, es ist kein Wunder... Diesen "Ich arbeite"-Spruch haben die Geräte von einem Sachsen erlernt. Die Leuchtdioden, die mal einsam und allein und dann wieder in Gruppen a la "Ready" oder "On" an den Geräten aufleuchten, gehen auf ein Patent des Mediaschers Otto Gert Folberth zurück. Soxesch Orbet, überall. |
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Sachsennicks Wer cool sein will, der legt sich auch der Rokestuf einen angelsächsischen Nick zu. Oder zumindest einen dementsprechend verfärbten Namen. So wie Angy, Blondgirl, pic, Nick oder joker. Selbst der Hausmeister konnte dem nicht widerstehen und machte aus dem guten alten Honz einen hanzy. Aber wer sagt denn, das moderne Nicks angelsächsisch klingen müssen? In der Stuf jedenfalls wimmelt es nur so von sibisächsischen Nicks. Angefangen vom Nober und der Saksesch Maid über Hanklich, Kokkesch, Polmitzken, Paiatz, Patjarus, Errlecht, Huhnenkamm bis hin zum Schnokefoss. Aber säxeln tun sie alle zusammen, schließlich ist es wurscht_wa_kaes wie man heißt. |
Sachsenbands Nach wie vor zahlreich sind die sächsischen Bands, die dem feierwütigen Publikum Wochenend für Wochenend einheizen. Sie kommen und gehen. Aber jetzt gibt es unter tschicks.de.vu eine Homepage, auf der findet man eine Übersicht all dieser Sachsen-Musikanten. Ob Schlagerdudler oder Jazzer, Band oder Duo, E-Gitarrist oder Blaskapelle – da bleibt keine Hochzeit unbeschallt. Nur eine Band wird sicherlich so bald keine Sibi-Hochzeit beschallen:Siebenbürgen |
Dacia unterm Weihnachtsbaum
"Geiz ist geil" hat jetzt auch die Automobil-Branche erwischt und zwar in Form des Dacia Logan. Noch bevor der Wagen regulär auf den westeuropäischen Markt kommt, kann man ihn über einen sächsischen Importeur beziehen. Über einen Sachsen aus Borna in der ehemaligen, nicht über einen Sachsen aus Siebenbürgen. Soviel Geschäftssinn wäre ja auch zuviel verlangt. Bei den ersten Käufern liegt der Wagen dann unterm Weihnachtsbaum. |
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Dass Siebenbürger Sachsen den Mund ganz schön aufreißen können, ist bekannt. Vor allem auf dem Katharinenball, der sich bei den Soxen auch in der neuen Heimat sehr großer Beliebheit erfreut, zerreißen sie sich nicht selten den Mund . Den eindeutigen Beweis liefert das nachfolgende Foto, welches den Drabenderhöher Honterus-Chor beim schmettern ihres Evergreens "Heißa Kathreinerle" zeigt. |
Als der Sachs vor Jahren einst Siebenbürgen den Rücken gekehrt hat, hätte er sich das nicht träumen lassen. Allenthalben tauchen Sachsensprößlinge auf, die lieber alles andere wären als deutsch. In ihrem Fall fällt es sogar ziemlich leicht, haben sie doch rumänische Wurzeln. So wacht der Sachs eines Tages noch mit rumänischer Verwandtschaft auf, obwohl das immer noch die gute alte Mitzi-Tant und der Pal-Onkel sind. Und "Dragostea din tei" tut schließlich sein übriges. Itz k3wl man 2 b a romanian. |
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Geschichten vom Pitter Misch(3):Alles Kommunisten Guten Tag ihr guten Leut. Ich komme grad aus der Kirche. Aber Kirche kann man das ja nicht nennen. Da sind ja alle Seiten aus Glas, da kann man ja den Leuten ins Psalmenbuch sehen. Wie auch immer, eine andere Kirche haben wir hier nicht. Ich gehe mit meiner Maio jeden Sonntag in die Kirche. So bin ich erzogen worden, und so werde ich das immer machen. Aber die machen ja hier keine Kirche, das ist ja Zirkus. Wer hat denn noch sowas gesehen. Ein hübsches Mädchen, fast wie meine Daggi, und dann im Ornat. Und dann kommt sie in die Kirche, und macht zuerst einmal Witze mit den Konfirmanden, wenn sie reinkommt. Wenn denn überhaupt Konfirmanden da sind. Einmal hat sie sogar so einem kleinen Bengel, der mit einem Autochen auf dem Boden gespielt hat, das Autochen zurückgeschoben. Also ich sag dir, mit dem Pfarrer in Siebenbürgen wäre das nie vorgekommen. Wenn der reinkam, dann standen die Konfirmanden alle in Reih und Glied. Und wer nicht fromm war, der musste dann vor die Türe gehen. Vor der ganzen Gemeinde. Das war dann eine Schande für die ganze Familie. Und nach dem Gottesdienst gab es dann auch noch vom Vater den Hosenboden voll. Ich kann mich noch erinnern, es war im 44er, in der Adventszeit. Da haben wir uns mit dem Wagner Hanzi und dem Binder Fredi in der Jungenbank gekeppelt. Und dann hat der Herr Pfarrer uns vor die Tür getan. Als ich nach Hause kam, bekam ich dann noch eine Tracht Prügel von meinem Vater. Und meine Mutter, eine herzensgute Seele wie meine Maio, sie hat dem Vater nie Widerworte gegeben. Aber dieses Mal stellte sie sich zwischen uns, und redete auf den Vater ein: "Muss das jetzt sein. Die Zeiten sind schon schwer genug. Wer weiß, wie lange wir unsere Kinder noch haben?" Und sie sollte recht behalten. Im 45er kamen sie beide nach Russland, und wir blieben bei der Groß. Dann haben sich auch noch die verfluchten Werbes bei uns auf dem Hof breitgemacht, und wir mussten 3 Enkel mit der Groß im hinteren Stübchen leben. Wir haben dann Glück gehabt mit dem Nelu seinem Vater, dem alten Maier, der hat uns dann geholfen. Der war schon was besonderes, der hat auch den Partisanen geholfen, bis sie ihn dann erwischt haben. Dann ist er in den Baragan gekommen. Die Kommunisten waren nicht zimperlich, nicht mal mit ihren eigenen Leuten. Aber ich soll dir eins sagen. Unsere Frau Pfarrerin, die macht mir manchmal auch den Eindruck, als ob sie eine Kommunistin wäre. Also auf jeden Fall ist sie eine Grüne. Das hat sie offen zugegeben, schon bevor die Grünen an der Macht waren. Und Weihnachten macht sie dann ein Krippenspiel, da singt sie mit den Kindern Negerlieder. Das hat sie auch von den Grünen. Also sowas, als ob unser Christus ein Neger gewesen wäre. Aber was soll man machen, die sind jetzt am Ruder. Und schön langsam geht alles den Bach hinunter, was die Deutschen mit ihren Händen aufgebaut haben. Das Benzin wird immer teurer, die Pension reicht vorne und hinten nicht, und der Euro ist auch nicht mehr soviel wert wie die D-Mark. Aber Weihnachtsgebäck und Nikoläuse aus Schokolade gibt es schon im Sommer. Da sage einer, die werkeln nicht wie die Kommunisten. Ach, meine Maio ist vorgegangen. Ich muss mich tummeln, damit ich sie noch erdehne. Angenehme Feiertage. |
Basescu vs Bardot![]() Wenig erfreut über die Wahl Basescus zum rumänischen Präsidenten zeigten sich diverse Hundeschutzvereine, gilt er doch als Hauptverantwortlicher des wohl größten Canozids der Menschengeschichte. Als Traian Basescu vor 4 Jahren zum Bürgermeister von Bukarest gewählt wurde, war die Stadt noch Synonym für abertausende Streunerhunde. Mit einer rigorosen Säuberungsaktion machte er sich dann an die Hunde ran. Doch die Rechnung machte er ohne die Hundemammi Brigitte Bardot. Letztlich einigte sich Basescu mit der Französin zumindest teilweise auf eine überteuerte Sterilisierungsaktion. Aber wie sagte die scharfe Zunge Dinescus einmal so passend: "Um die Bukarester Hunde kümmert sich die Bardot, aber wer kümmert sich um die Menschen?" |
Popeye und Johannis
Als Kind der Dobrudscha fand Basescu nur einen Weg Karriere zu machen, und zwar auf den Schiffen der rumänischen Handelsflotte. Noch zur Zeit des Erschossenen stieg er zum Schiffskapitän auf, um dann Vertreter der NAVROM im Hafen von Antwerpen zu werden. In Iliescus erster Amtszeit ministerte er bis 1992 den Verkehr, um danach mit Petre Roman und einigen anderen in Opposition zu ihrem Väterchen zu gehen. Von 1996 bis 2000 durfte er dann für Emil Constantinescu, den ersten bürgerlichen Präsidenten nach 1989, den Verkehr regeln. In dieser Amtszeit ersann er auch eine Gebühr für die Straßenbenutzung, die nach ihm "Taxa Basescu" genannt wurde. Noch bevor Constantinescu abgewählt wurde, verließ Basescu die Regierung in Richtung Bukarester Bürgermeisteramt. Hier sorgte er dafür, das die Streunerhunde aus dem Stadtbild verschwanden, die Straßen ausgebessert und die U-Bahn auf Vordermann gebracht wurde. Als Präsident will er jetzt vor allem die Korruption bekämpfen und Rumänien in den sicheren Hafen EU führen.
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Die BBC über Bardot The strays will be held for 10 days in pounds around Bucharest, where Ms Bardot believes people will be happy to adopt them. (Quelle) |
über Basescu Basescu (53) ist einer jener heißblütigen, mit Sprachwitz gesegneten Südrumänen, die bis zum Rand des Totschlags streiten, aber sich Minuten später wieder vertragen. (Quelle) |
Die FAZ über Basescu Der Spitzname "Popey" paßt dem kleinen, drahtigen Mann mit dem Matrosengang nicht schlecht. (Quelle) |
Nach mir die Sintflut
Nachdem sein Kandidat die Wahlen für die Präsidentschaft verloren hat, hat Papa Ion Iliescu sein wahres Gesicht gezeigt und ein paar Überraschungen für seine Schäfchen ausgepackt. 15 Jahre nach dem blutigen Dezember-Umsturz, durch den er an die Macht gekommen war, hat Iliescu mit Ioan Corpodeanu einen von denen begnadigt, die für das Blutbad von Temeswar verantwortlich waren. Mehr noch: In den Genuss dieser Begnadigungswelle kam auch Miron Cozma, Anführer der berühmt-berüchtigten und gefürchteten Mineriaden aus den 90er Jahren. Und als Krone wurde dem PRMisten und Judenhasser Vadim Tudor dann auch noch der Ehrentitel "Stern Rumäniens" verliehen. Damit war Vadim Würdenkollege des Auschwitz-Überlebenden Elie Wiesel. Aber nicht lange, denn Wiesel hat mittlerweile seinen Verdienstorden nach Bukarest zurückgeschickt. |
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| Beiträge in dieser Ausgabe von Peter Dietrich, Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer |
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| SiBild-Spezial-Archiv: Nr. 1 (April 2003) | Nr. 2 (Dinkelsbühl 2003) | Nr. 3 (Länderspiel 2004) | Nr. 4 (Dinkelsbühl 2004) |
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