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Gutes Omen Gewonnen hat Nastase schon vor der Wahl, und zwar eine Wette gegen Ion Tiriac. Der Mercedes-Vertreter Tiriac hatte versprochen, Nastase einen Wagen zu spendieren, falls dieser es schafft, in einer Legislaturperiode 400 Turnhallen für Schulen aus dem Boden zu stampfen. Der Wagen wird jetzt versteigert, und mit dem Erlös sollen zusätzliche Ausstattungen für die Hallen finanziert werden. |
Des Sachsen Beitrag zur deutschen Wirtschaft:Heimattag verkürzen! Nachdem Deutschland wieder auf der Suche nach neuen Arbeitstagen für das Bruttosozialprodukt war und dabei den Todestag von F.J. Strauß aus dem Feiertagskalender streichen wollte, da kam jemand mit einem noch besseren Einfall: "Der Pfingstmontag kann weg." Da könnten die Sachsen doch glatt was für die deutsche Wirtschaft tun. Statt sich am Pfingstsonntagabend noch die Birne vollzuhauen und am Montag den Rausch auszuschlafen, da kann der 3-Tage-Dinkelsbühler doch am Montag schon den nächsten Mercedes zusammenschrauben. |
Sachs,Wenn man in den letzten Jahren die Foren der LM und der Rokestuf durchgelesen hat, schien es so, als ob das Exemplar Sachs, das geradeaus denkt und geradeaus handelt, bereits ausgestorben wäre. Doch jetzt ist es wieder da. Inspiriert vom Führer der freien Welt und von dessen Kampf gegen die Achse des Bösen, fechtet es eine tapfere Schlacht gegen die von den Franzosen und der rot-grünen Regierung verblödeten Zeitgenossen. Und als fast sicher gilt: Wenn es zum finalen Showdown gegen die Muselmänner kommt, wird es die Fahne tragen. Sachs, halte Wacht! |
Schlacht Eine regelrechte Schlacht um die Ehre eines ehemals sächsischen Dorfes ist im Internet ausgebrochen. Das ganze fing harmlos an, mit dem Angebot ein paar Bilder online zu stellen. Als nach ein paar Monaten noch immer keine Bilder zu sehen waren, meldete sich die erste Quenglerin: "In welchem Jahrfünft (cincinal) sehen wir die Bilder?" Über "Großmaul"(guramare) und "Dahergelaufene"(vinitura) ging der Streit bis dahin, wie schön Ormenis mal war bzw. mittlerweile ist. Und letztenends artete die Kommunikation im Irmescher Geschichtenbuch in eine Schlacht um Ruhm und Ehre - und die Anonymen waren selbstverständlich am heftigsten beim Austeilen dabei. |
Von Richard Wagner:Der schönste deutsche Roman Ein glücklicher Zufall hat dem im August veröffentlichten Buch des Banater Schriftstellers Richard Wagner zu bundesweiter Aufmerksamkeit verholfen. Auf dem Umschlag des Buches prangt das im Oktober d.J. gewählte schönste deutsche Wort. Das Buch erzählt zwar die Saga einer Banater Familie, aber vieles dürfte auch den Siebenbürgern bekannt vorkommen. Angefangen von den gescheiterten Amerika-Abenteuern, über zwei Weltkriege hinweg und die Russlandverschleppung bis hin zur Auswanderung in den goldenen Westen, es ist alles dabei. Und es ist die Geschichte eines Mannes, der aus seinem ersten Leben im Banat nur antiken Plunder und seine Erinnerung in sein zweites Leben nach Deutschland hinüberretten konnte, also nur ein paar Habseligkeiten. |
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gunoi Wer sagt denn, das Müll immer schlecht ist? Manchmal rettet Müll auch Menschenleben. So geschehen dieser Tage in einem Hochhaus in Petrila. Ein zweijähriges Kind stürzte aus dem neunten Stock durch einen Müllschacht und blieb, bis auf einen Armbruch, unversehrt. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Müll nicht nach deutscher Manier getrennt war, ist relativ hoch. Die Frage ob dieser Sturz auch in Deutschland genauso glimpflich abgelaufen wäre, wenn der arme Bub auf sauber sortierte Metallabfälle gefallen wäre darf jeder selber beantworten... |
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Die Schlager-Susi
Sie singt schon seit sie denken kann. Mit 7 stand Susan Schubert zum ersten Mal auf der Bühne. In ihren Jugendjahren verbuchte sie Erfolge bei rumänischen Gesangswettbewerben und Auftritte im TV. Dann zog es sie Ende der 70er nach Deutschland. Seit 20 Jahren behauptet sich die gebürtige Botscherin mit Liedern, die u.a. aus der Feder von Ralph Siegel und Bernd Meinunger stammen, mal mehr mal weniger erfolgreich im deutschsprachigen Musikbusiness. Doch mit ihrem neuen Lebenspartner, dem Künstlermanager Dirk Haasler, kam jetzt neuer Schwung in ihr Leben. Ende Oktober wurde sie in der Böblinger Kongresshalle zur Schlagersängerin des Jahres 2004 gekürt. Fehlt nur noch ein Best Of Album. Aber das kommt auch noch. Verpsrochen. |
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Vor ein paar Wochen sorgte der Tod des ehemaligen Fußballers Andreas Sassen für Aufsehen. Die BILD-Zeitung brachte diesen Todesfall sofort in Zusammenhang mit dem dem Tod von Axel Jüptner und jenem von Michael Klein: "Lastet ein Fluch auf dieser Mannschaft?" Nun: Was haben die drei gemeinsam? Sie haben in der Saison 1992/1993 bei Bayer Uerdingen Fußball gespielt. Es war das Jahr in dem Mischi Klein an Herzversagen starb. Und es war das Jahr, in dem die Fußballer-Kollegen das Geld, das ursprünglich für die Hinterbliebenen gesammelt wurde, auf Mallorca durchbrachten. Was das Springer-Blatt aber nicht erwähnte: Man sollte es sich mit Transsilvaniern nicht verscherzen... |
Verko(r)kst
Das große rumänische Fußballtalent Adrian Mutu wurde im Oktober von seinem Verein FC Chelsea beurlaubt. Der Herr Fußballer ist nämlich impotent. Er schiesst zwar Tore, aber anderweitig kriegt er keinen rein. Also sah er sich genötigt, sich eine Dosis Kokain zu gönnen. Als das rauskam gabs einen großen Aufschrei, wie auch seinerzeit beim Bundestrainer in spe. Doch während Christoph Daum seinen Job in den Wind schlagen konnte, bekam Mutu von Anghel Iordanescu das Angebot, während der 7-monatigen Sperre als Co-Trainer bei der rumänischen Nationalmannschaft zu arbeiten. Iordanescu vertraut nämlich darauf, das sich wegen Mutu niemand zu schämen braucht, ein Rumäne zu sein. |
Geschichten vom Pitter Misch(2):Nelu und Jens Guten Tag ihr guten Leut. Ich komme grad vom Aldi. Das ist ja eine Kälte da draussen, nicht zum aushalten. Zum Glück muss ich jetzt nicht mehr unten wohnen, und mit der Kraft meiner Hände das Holz spalten um es in den Ofen zu tun. Wenn ihr wüsstet, wie gut wir das haben, mit dem Gas. Das ist zwar inzwischen teuer, das man es sich zweimal überlegt, ob man die Heizung anmacht. Aber mein Nachbar, der Nelu, der muss auch jetzt noch in jedem Herbst in den Wald und ein paar Bäume holen. Also der Nelu, das ist ein Fleißiger. Der macht uns im Frühjahr den Garten, und im Herbst macht er uns den Wein. Alles um die Hälfte. Und der betrügt überhaupt nicht. Ist ja auch kein Wunder. Er heisst ja auch Maier mit Familiennamen. Der hat noch sächsisches Blut in seinen Adern. Ich habe zu ihm gesagt: "Nicht mehr plag dich hier. Nimm deinen Paschaport und stell Antrag auf Ausreise. Die Popa Brunhilde hat ja schließlich auch die Papiere gekriegt." Aber er sagt zu mir: "Mischule", ja so sagt er zu mir,"Mischule, hier bin ich großgewachsen. Hier ist mir mein Platz. Und hier will ich arbeiten bis ich sterbe." Ich sag dir, fleißig wie ein Sachs. Also wenn der Mann von meiner Daggi so fleißig wäre, wie der Nelu. Hey, dann hätten wir ein Haus gebaut. Aber der ist ein fauler Hund. Meine Daggi, die war so ein liebes Mädchen. Die kam früher auch immer mit nach Siebenbürgen. Die hätte zu dem Costica vom Nelu so gut gepasst. Der ist zwar ein Rumäne, aber er ist ganz sein Vater, ein Rumäne wie ein Sachs. Und als ich ihr das gesagt habe, da ist sie nicht mehr mitgekommen nach Siebenbürgen. Die ist damals ausgezogen. Nach Hamburg. Da hat sie dann studiert. Aber nachher ist sie doch wieder nach Stuttgart gekommen, denn da oben hat sie keine Arbeit gefunden. Die verhungern da ja fast. Die leben dort sowieso nur von dem, was die Bayern und die Schwaben jedes Jahr erwirtschaften. Sie ist dann wieder zurückgekommen, aber mit mir redet sie nur noch, wenn sie muß. Nicht mal zum Geburtstag gratuliert sie mir. Aber mit meiner Frau verkommt sie sich noch ganz gut. Das ist gut, sonst würde unsere Dagi überhaupt nicht mehr zu uns kommen. Nur als sie wieder nach Stuttgart kam, dachte ich: "Gottseidank, hier kann sie endlich wieder einen Sachsen kennenlernen." Und sie hat einen Sachsen kennengelernt. Aber der kam aus Dresden, und ist Informationist beim IMB in Stuttgart. Ich habe ja gar nicht gewusst, das es in Dresden auch Sachsen gibt. Aber die sind nicht so fleißig wie unsere Sachsen. Sonst hätten wir zusammen ein Haus bauen können. Alleine habe ich nicht soviel verdient, um ein Haus zu bauen. Vielleicht hat meine Daggi mir das damals auch übelgenommen, das ich ihr nicht soviel bieten konnte. Sie war damals noch mit Sachsen im Kränzchen, und die hatten alle gebaut. Aber die Leute hatten immer alle beide Arbeit. Meine Maio ist nur den halben Tag putzen gegangen. Sie ist nämlich krank, und hat es immer im Kreuz. Sie kann nicht den ganzen Tag arbeiten. Dafür ist sie eine herzensgute Frau. Und dann lässt sie sich immer Märchen erzählen von dem Jens. Er sagt immer, er will nicht bauen, denn vielleicht muss er eines Tages zum IMB nach Amerika. Und dann kann er hier in Deutschland kein Haus gebrauchen. Und ich sage immer, das ist ein fauler Hund. An seiner Stelle hätte ich schon längst gebaut. Ich habe ihm sogar meine Hilfe angeboten, aber er wollte sie nicht haben. Wenn ich so einen Schwiegervater gehabt hätte, wäre ich froh gewesen. Aber mein Schwiegervater, der hat getrunken. Also dann, ich muss nach Hause. Sonst hat meine Maio nichts zum Kochen. Macht es gut. |
Johanna Wokalek:Sächsin am Set Der Sachs erkennt seinesgleichen auf 100 m gegen den Wind. So kam es pünktlich zum Dreiteiler "Die Kirschenkönigin", das die Online-SbZ zu verkünden wusste: Die Hauptdarstellerin Johanna Wokalek ist zwar in Freiburg geboren, aber ihr Vater, ja, der stammt aus Mediasch. Und der Sachs, der von diesem Versprechen vor die Mattscheibe gelockt wurde, wurde nicht enttäuscht: Er sag eine große Geschichte, getragen von einer starken Hauptdarstellerin. In früheren Rollen ist die Wokalek als Hausmädchen Ilse in "Aimee und Jaguar" sowie als Lene in "Hierankl" zu sehen. |
Hasso Plattner: Mäzen Als die New Economy vor 5 Jahren ihren Höhenflug hatte, gründete Hasso Plattner in Potsdam das nach ihm benannte Insitut für Softwaresystemtechnik. Die Blase ist mittlerweile geplatzt, doch der reichste Siebenbürger Sachse auf Erden ist von seinem Vorhaben, eine "wissenschaftliche Elite-Einrichtung mit Weltklasseniveau" zu errichten, keinen Zentimeter zurückgewichen. Jetzt öffnete er seine Privatschattulle noch einmal und spendierte weitere 200 Millionen Euro für die Einrichtung. Damit ist der SAP-Vorstandssprecher a.D. zum größten Wissenschafts-Mäzen zwischen Mosel und Oder aufgestiegen. |
Weinberg Passend zur Weinlesesaison tauchte eine Bilderserie in der Galerie der Rokestuf auf. Trauben, die das Wesentliche verdecken und Trauben die zum Wesentlichen hinführen. Garniert mit ein paar Sprüchen, die es in sich haben. Das lädt doch glatt zum Naschen ein. Zum Vernaschen... |
aus der Stadt In den Anfangszeiten der SiBild hat er uns mit Geschichten aus den guten alten Zeiten beglückt. Lang, lang ist's her. Jetzt hat Wolfi Klein ein neues Buch mit wüsten Geschichten von Stadtmenschen veröffentlicht. Ob Türsteher oder Flugzeuge, Masseusen oder Nachbarn - jeder kriegt sein Fett weg. Und wie er dank einer alten siebenbürgischen Bekannten seinen Tod fand, das erfahren wir vom Peter Maffay der Mainzer Literaturszene auch noch. |
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Betrogene Sachsen?
Ziemlich bald nach dem Wahlsieg von George Dabbelju wurden Stimmen laut, die Betrug witterten. In Youngstown/Ohio behaupten Demokraten sogar, dass die Maschinen ihre Stimmen nicht für Kerry, sondern für Bush registrierten. Youngstown/Ohio? Da gibt es doch eine ansehnliche Sachsenkolonie samt "Saxon Club". Bloß: Was haben diese Leute wohl gewählt? |
Moore und der Muräne Michael Moore erwies sich als guter Verlierer der Wahl und zitiert auf seiner Seite einen weisen Rumänen: Feeling better? I hope so. As my friend Mort wrote me yesterday, "My Romanian grandfather used to say to me, 'Remember, Morton, this is such a wonderful country -- it doesn't even need a president!'" Wer von uns will da noch antirumänisch sein? War es am Ende gar ein Siebenbürger? Wurde womöglich ein weiser Sachs auf dem Weg über den Ozean zum Muränen? Ein Schelm der... ihr wißt schon... |
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Sonderzug nach Konstanza
Eine Zugreise der besonderen Art organisierte die Internationale Gesellschaft für Eisenbahnverkehr(IGE). Per Dampflok ging es von Nürnberg aus quer durch Europa bis Konstanza und dann wieder zurück. Es war eine abenteuerliche Reise, für manchen zeitweise zu abenteuerlich. So brauchte der Zug von Konstanza zurück nach Bukarest 12 Stunden, was zu entsprechend angesäuerten Szenen führte, als das rumänische Fernsehen der Reisegesellschaft in Bukarest den roten Teppich ausrollte. Doch die zahlreichen Loks, die während der gesamten Reise vor den Zug gespannt wurden, und die durchquerten Landschaften bescherten den Reisenden ein unvergessliches Ereignis. Und spätestens in Hermannstadt lief der Zug dann wieder wie ein Uhrwerk. |
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| Beiträge in dieser Ausgabe von Peter Dietrich, Jürgen Schiel, Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer |
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| SiBild-Spezial-Archiv: Nr. 1 (April 2003) | Nr. 2 (Dinkelsbühl 2003) | Nr. 3 (Länderspiel 2004) | Nr. 4 (Dinkelsbühl 2004) |
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