Siebenbürger feiernMer wann, mer wo, mer wie! Es gibt siebenbürgische Stilblüten in der SiBild, es gibt auch welche in der Rokestuf. Es gibt auch ein Theaterstück, das dem Zuschauer mit diesem Slang einen Lacher nach dem anderen entlockt . Und jetzt gibt es die Stilblüten auch zum Mitsingen. Die "Franz Schneider Band" aus Augsburg erzählt in einem fetzigen Lied von echten Kerlen, die nie greulen und auch nicht häcklich sind. Sie erzählt auch von Pariser, Pile und Traktoristen, ja auch von unten gemachten Dauerwellen und Tanten die sich was antun. Ein Feuerwerk also, das auf keiner Saksenparty fehlen sollte, denn schließlich gilt: "Siebenbürger feiern mer wann, mer wo, mer wie!" SiBild-Tipp: Macht dann die Musik härter und nicht langsamer. |
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Kinderhandel Saksen, die die Schnauze voll haben von ihren Kindern, haben jetzt die Möglichkeit diese ganz weit weg nach Kanada oder in die harte Schule des Lebens nach Rumänien zu schicken. Auf der Jugendaustauschplattform der siebenbürgisch-sächsischen Föderation können sich Tauschwillige aus Rumänien, Österreich, Deutschland und Kanada eintragen. Aber das man als Ersatz was besseres als seine eigenen Kinder kriegt, dafür gibt es keine Gewähr. |
Alexandra Maria Lara spieltHitlers Sekretärin Als Prinzessin Amelie verdrehte sie Friedrich von der Trenck alias Ben Becker den Kopf. Zu sehen war sie auch in der Rolle der Annette in "Nackt" und als Maria Walewska im Vierteiler "Napoleon". Und ab heute spielt Alexandra Maria Lara die weibliche Hauptrolle in einem Kinofilm, der schon seit Wochen die deutschen Feuilletons dominiert: "Der Untergang". Als Sekretärin des Führers(gespielt von Bruno Ganz) macht die 1978 in Bukarest geborene Schauspielerin in dem stinkigen Bunker einen recht frischen und guten Eindruck. Von der Netzeitung darauf angesprochen, gab sie sich dann aber doch pikiert: "Also ich bin für meine Rolle nicht geschminkt worden. So sehe ich halt aus. Aber ich denke, dieses frische, junge Aussehen war wohl auch ein Grund, warum man mich ausgewählt hat." Aber mal ehrlich: Kann jemand solch ungeheuerliche Vorgänge so unschuldig bestaunen wie Lara mit ihren Kulleraugen? |
![]() gehen zurück Zunehmend populärer werden die Treffen der Saksen in der alten Heimat Siebenbürgen. Ganze Arbeit haben in diesem Jahr die Kleinschelker gemacht. 700(!) Besucher kamen von nah und fern und es gab ein rauschendes Fest. Gefeiert wurde bis in die Puppen und selbst diejenigen, die nicht in Jungmädchentracht oder im Fußballtrikot kamen, waren irgendwann blau. |
Nordlichtertag
Fragte man den Saksen einst im Aufnahmelager in Nürnberg nach dem Ziel seiner Reise, bekam man des öfteren zu hören: "Also nördlich von Frankfurt, da kriegen mich keine 10 Pferde hin." Aber es gibt sie doch. Manche haben sogar den Weg bis nach Wolfsburg, Hannover oder Hamburg gefunden. Diese säksischen Nordlichter fanden sich dann auch am 29. August in Munster in der Lüneburger Heide zu einem Treffen ein, und das bereits zum 13. Mal. Da gab es dann Holzfleisch und Tocana, Blasmusik und Volkstanz. Gewohnheit bleibt halt Gewohnheit, auch wenn die 10 Pferde erfolgreich waren. |
Die Blinde und die Nixe aus Braila
Die 1982 in Braila geborene Camelia Potec erschwamm sich bei den Olympischen Spielen in Athen überraschend eine Goldmedaille über 200 m Freistil. 200 m Freistil? Da sollte doch Franzi van Almsick endlich olympisches Gold holen. Stimmt genau, hat sie aber nicht! Und jetzt hat Camelia über 200 Heiratsanträge vorliegen, und nicht Franzi. Und was macht unsere Franzi? Sie sucht den Pfad zum Olympiagold wie der Blinde die Brille. Oder wie der Rumäne sagen würde: "Cauta poteca spre aurul olimpic ca orbul Braila." |
Schobels Erbe
Den größten Erfolg seit langer Zeit feierte der deutsche Handball in Athen. 24 Jahre nach der Goldmedaille der DDR und 20 Jahre nach dem westdeutschen Silber hat die Nationalmannschaft es wieder aufs Treppchen geschafft. Was einst als Großfeldhandball aus dem deutschen Sprachraum in die Welt ging, fand in der Halle vor allem im Ostblock seine Perfektion. So gewann Rumänien bei Olympia dreimal Bronze und einmal Silber. Doch einer aus dem Karpatenland sorgte in der BRD für Furore. Nachdem er mit der rumänischen Nationalmannschaft bei Olympia 1972 Bronze gewonnen hatte, flüchtete der gebürtige Petersdorfer Simon Schobel bei einem Gastspiel von Uni Klausenburg in Hofweier/Baden aus dem Mannschaftsquartier. Was folgte, war eine Erfolgsgeschichte die ihresgleichen sucht. Als Spielertrainer stieg er mit dem Provinzverein TuS Hofweier in die Bundesliga auf und wurde 1979 deutscher Vize-Meister. Danach übernahm er die Nationalmannschaft und führte sie 1984 zu olympischem Silber, während Rumänien sich wiederum mit Bronze begnügen musste. In seinem Schatten stand damals der schnauzbärtige König von heute: Heiner Brand war 1984 Schobels Co-Trainer. |
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Stilblüte
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Abergläubiger stirbt an Wespenstich In Klausenburg hat ein Mann am Freitag, dem 13. August 2004, seine Wohung aus Aberglauben nicht verlassen. Am Donnerstag hatte Florin Carcu noch Sonder-Urlaub für den darauffolgenden Tag beantragt. Doch das wurde ihm zum Verhängnis - an diesem Unglückstag verirrte sich eine giftige Wespe der Sorte Bienenwolf in seine Wohnung. Und schwuppdiwupp - Biss und tot. |
Der Krüpel von Pitesti Es gibt nichts absurdes, was die Weltpresse nicht nach Rumänien verfrachten könnte. So liessen die Ärzte eines Krankenhauses in Pitesti nach einem Mann fahnden, dessen bestes Stück amputiert werden sollte. Der Mann hatte sich nach einer verlorenen Wette einen Metallring auf sein bestes Stück gezogen, und dann war soviel Leben drin, bis irgendwann kein Leben mehr drin war. Doch bevor die Ärzte das abgestorbene Glied amputieren konnten, machte sich der Mann aus dem Staub. |
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Die versalzene Teeparty
Eine Geschichte aus Hetzeldorf von Erich Briebrecher Vor anderthalb Jahren wurde mit www.siebenbuerger.de/ortschaften eine Präsentation von über 250 Ortschaften online gestellt. Inzwischen hat sich hier manches Geschichtenbuch zu einem Schatzkästchen entwickelt. So hat Ernst Briebrecher im Hetzeldorfer Geschichtenbuch etliche überlieferte Geschichten abgelegt. So auch die folgende über eine versalzene Teeparty: An dem neuen prächtigen Gemeinschaftshaus hatten alle, aber insbesondere die Jugend großen Nutzen. Feiern, Hochzeiten, Theater, Musik und Turnveranstaltungen waren solche Unternehmungen, an denen die Jugend ihren berechtigten Hauptanteil hatte. Gut organisiert in den Vereinen der Bruderschaft und Schwesterschaft, hatten die Burschen und Mädel, auch einen hohen, vielleicht den höchsten freiwilligen Beitrag für die Errichtung des Saales erbracht. Aus diesem Grunde sahen sie es nur richtig und berechtigt, wenn ihre gemeinsamen Veranstaltungen, im Gemeindehaus stattfanden. So hatten die Mädchen unter der Anleitung der Altmagd an einem kühlen Herbsttag beschlossen, einen gemütlichen Teeabend ohne die stets störenden Burschen, abzuhalten. Schnell wurde bestimmt wer was zu bringen hatte, um in der neuen Küche des Saales den Tee und das Dazugehörige vorzubereiten. Einigen Burschen war das geheimnisvolle Getue der Maiden aufgefallen. Sie steckten die Köpfe zusammen und rätselten was denn wohl in Vorbereitung sei, von dem sie nichts wussten. Darauf sagte einer: "Last nur mich machen, ich werde es schon herauskriegen." Am frühen Abend als seine größere Schwester in Eile war, von zu Hause wegzukommen, verstellte er ihr den Weg und fragte, wohin sie es denn so eilig habe. "Das ist meine Sache, die geht dich gar nichts an." "Du hast ja Recht", sagte er und meinte dann so ganz nebenbei: "Auch das du gestern Abend mit dem 'schrägen' Rud im Türchen geknutscht hast, geht mich ja auch nichts an." Das war jener Bursche vor dem ihr Vater sie eindringlich gewarnt hatte. Erschrocken bat sie ihren Bruder ja nichts dem Vater davon zu erzählen. Er versprach es, und sie sagte ihm dass sie mit den anderen Mädchen der Schwesterschaft bloß einen Teeabend im Kleinen Saal abhalten wollen. Mit dieser Nachricht eilte er zu den auf ihn wartenden Kameraden und sie beratschlagten, wie man den Maiden den Teeabend vergällen könne. Verschiedene Vorschläge wurden in Erwägung gezogen. Einer meinte, man soll den Kurator veranlassen diesen Alleingang zu verbieten. Ein anderer wollte den Auergasbehälter zudrehen der die hellen Lampen des Gemeindehauses speiste. So ging es hin und her, mit Argumenten dafür und noch mehr dagegen, bis der Vorschlag des schlauen Hannes allgemeine Zustimmung fand.
Daraufhin erklärte sich der flinke Willi bereit, das Salz aus dem Kaufladen seiner Eltern zu holen, wo es nicht auffalle wenn ein Kilo davon fehle. Und schon war er auf und davon um den "Vergäller" zu holen. Gut getarnt aus dem Versteck heraus beobachteten die Jungen das Treiben der Maiden. Im Kleinen Saal des Gemeindehauses hatten sie Bänke und schön gedeckte Tafeln aufgestellt. Als Servietten, Teller, Tassen und Kuchen aufgetragen waren, gingen sie in die Küche, um den Tee zu kochen. Inzwischen war es dunkel geworden, so konnten die Burschen jede Bewegung in den hell erleuchteten Räumen sehr gut beobachten. Nachdem der Tee überbrüht war und zum Ziehen abgestellt wurde, rief die Altmagd alle Maiden in den Saal um ihnen etwas mitzuteilen. Dies war der günstige Moment. Zwei kräftige Burschen stellten sich unter das offene Fenster der Küche und hoben den leichten Andy mitsamt dem Salz so hoch, dass er sich am Fensterrahmen haltend in die Küche klettern konnte. Im Nu war der Deckel des Teetopfes angehoben und die deftige Prise Salz von fast einem Kilo, im Topfinneren verschwunden. Der listige Kerl hatte noch Zeit seine Nase über den dampfenden Topf zu hängen um festzustellen dass es Pfefferminzetee war. Dann erdreistete er sich auch noch einen verstohlenen Blick auf die versammelten Hübschen zu werfen, bevor er auf die gleich Weise wie er hinein, wieder rechtzeitig herauskam. Neugierig und voller Schadenfreude warteten die Buben auf den ersehnten Augenblick des Teetrinkens. Kaum waren fünf Minuten verstrichen kamen sechs Mädchen mit Kannen und füllten sie mit dem herrlich duftenden Tee. Im Saal gingen sie von einem Tisch zum anderen und füllten die bereitliegenden Tassen indem sie mit den Bedienten sprachen, scherzten und viel zu lachen hatten. Nach einem kurzen Tischgebet, eröffnete die zweite Altmagd den Teeabend und ermunterte alle anwesenden Schwestern den Kuchen und den Tee zu genießen. Das Gebackene schmeckte vorzüglich aber als sie die Teetassen zum Mund hoben, wurden sie schleunigst abgesetzt und das Gesicht zeigte eine gar verzogene Grimasse. Zuerst waren es nur einzelne die vom Tee gekostet hatten. Als bald darauf auch die anderen die Gesichter verzogen, war es klar dass etwas schief gelaufen war. Wut und Zorn war nun der Gesichtsausdruck, einige eilten in die Küche um die Ursache des verdorbenen Tees zu ergründen. Jetzt war es den Burschen bewusst dass ihr Streich ein voller Erfolg geworden war und sie so die Teeparty der Maiden gründlich verdorben hatten. Obwohl sie vereinbart hatten alles geschehene nicht preiszugeben, ist es dennoch wenn nicht bald so doch später durchgesickert und unter mannigfaltigen Varianten verbreitet worden. Die Mädchen aber haben seither nie mehr eine Party ohne die Buben abgehalten. |
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O-Zone Nach 14 Wochen als Nr. 1 der deutschen Mediacontrol-Charts wurde der rumänische Ohrwurm "Dragostea din tei" an der Spitze von einem nichtrumänischen Lied abgelöst, das es auch bereits in 2 Versionen gibt: "Obsession" von Aventura(bzw. 3rd Wish). Doch verzagen muss man nicht, denn es ist schon ein Nachfolger in Sicht. Das ursprünglich in Rumänien viel erfolgreichere Lied "Despre tine"(Ma inec in ochii tai, lala-lala-la-lei) stürmte in Frankreich bereits Platz 2 und in Norwegen Platz 1 der Singlecharts. Und deswegen werden die Jungs, die neben rumänischen Gothic-Bands auch C.C.Catch und Dieter Bohlen als Idole angeben, diese Single demnächst wohl auch in Deutschland auf den Markt schmeißen. Lala-lala-la-lei :-) |
Dan Spataru: WegeDer Tambourmajor der rumänischen Schlagersängerarmee ist am 8. September in seiner Wohnung in Bukarest einem Herzinfarkt erlegen. Mit Liedern wie "Trecea fanfara militara", "Tarancuta, tarancuta" oder dem in neuerer Zeit auf säksischen Bällen gespielten "Drumurile noastre" eroberte der 1939 in der Dobrudscha geborene Dan Spataru die Herzen des Publikums. Auf seiner Beerdigung, die am Samstag stattfand, versammelte sich folgerichtig das Who-is-Who der rumänischen Unterhaltungskultur aus sozialistischen Zeiten, u.a. Mihai Constantinescu und Stela Popescu. Bilder und ein Video, das von TVRi aufgezeichnet wurde, gibt es auf der Homepage von Richard "Rik" Schnell. |
| Beiträge in dieser Ausgabe von Peter Dietrich, Erich Briebrecher, Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer |
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| SiBild-Spezial-Archiv: Nr. 1 (April 2003) | Nr. 2 (Dinkelsbühl 2003) | Nr. 3 (Länderspiel 2004) | Nr. 4 (Dinkelsbühl 2004) |
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