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Saxons on Tour Auf große Amerika-Tour begab sich in diesem Sommer die Tanzgruppe Heilbronn zusammen mit den Musikanten vom Amazonas-Express. Besucht wurden die Sibisachsen-Hochburgen Kitchener und Youngstown, dazu der Heimattag in Chicago. Wie es den Heilbronn Saxons in der Rock'n Roll Hall of Fame in Cleveland erging? Seht es selber, und zwar am Ende des Newsletters oder im Fotoalbum unter www.amazonas-express.de/kanada.html. |
Brot, Salz und keine Tränen
Als vor 3 Jahren bekannt wurde, das Fritz Schröder 1944 in den letzten
Kriegstagen vor den Toren Klausenburgs gefallen ist, war der Besuch des
Bundeskanzlers Gerhard Schröder am Grab seines Vaters nur eine Frage der
Zeit. Für das kleine Dorf Ceanu Mare war es ein Jahrhundertereignis. Mit
Geldern aus Bukarest wurde sogar die Verbindungsstraße nach Klausenburg
neu asphaltiert. Doch dann führte der 11. September 2001 zu einer
kurzfristigen Absage des Termins. Am 12. August 2004 war es dann endlich
soweit. Auf der Tagesordnung stand ein Grabbesuch, eine kurze kirchliche
Zeremonie sowie ein Empfang durch den Bürgermeister mit Brot und Salz.
Als Gastgeschenke brachte der Deutsche einen Computer und ein paar
Fußbälle mit. Nach einer halben Stunde war der Spuk schon wieder vorbei.
Ein Augenzeuge berichtet: "Tränen habe ich bei Schröder nicht gesehen,
aber vibriert hat er."
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Neues Nationalgericht
Speck war einst des Sachsen Leibgericht... Schließlich war es auch ein Allheilmittel. Wurde die Schule mit Speck eingeschmiert, dann haben die Hunde sie gefressen. Und so mancher Pferdewagen hatte seine hohe Laufleistung nur den mit Speck eingeschmierten Achsen zu verdanken. Doch jetzt ist das siebenbürgische Schweinegold in Verruf gerraten. Seit Probleme mit dem Bremssystem zu einer Rückrufaktion bei Mercedes-Benz geführt haben, ist es für einen Sachsen, der im Ländle seine Brötchen verdient, nicht mehr ratsam, sich mit Speck in seiner Jausentasche erwischen zu lassen. Deswegen ist der Sachs in letzter Zeit des öfteren vor einem Teller Spätzle anzutreffen. Der kann dann alles, sogar hochdeutsch.
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Dacia Käfer
5000 ist eine Zahl, die mit wirtschaftlichem Aufschwung in Verbindung gebracht wird - kostete doch der legendäre Käfer von Volkswagen zu Wirtschaftswunderzeiten 5000 DM. Mit dieser Zahl hat ein rumänisch-französisches Joint-Venture jetzt auch für Aufsehen gesorgt. Die alte Dacia 1300 wurde eingemottet, und eine neue Dacia Logan für den Weltmarkt konzipiert. Kosten soll das Gefährt... 5000 EUR. Das Auto genügt durchaus westlichen Standards: Mit 90 PS unter der Haube erreicht es 175 kmh. Dabei schluckt er bei freier Fahrt knapp 6 Liter Benzin pro 100 km, und pustet nach neuester Euro 4 Norm. In westlichen Ländern aber, wo die Mutterfirma "Renault" als Marke etabliert ist, soll der Wagen allerdings nicht angeboten werden. "Renault für Arme" trifft es also eher. Ob sich damit ein Wirtschaftswunder vom Zaun brechen läßt?
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Erotic Made in Romania (3):Gastarbeiterinnen Schon mancher Mann hat sich bei ihrem Anblick von seiner Last befreit. Sie tragen klangvolle Namen wie Allysin Chaynes oder Monique La Belle und arbeiten in Kalifornien - oder in Düsseldorf. Madalina Ray zum Beispiel, angehende Heilpraktikerin, verkaufte die Wunderdroge "The Dome" vom heimischen Nußbaum über 150.000 mal. Doch jetzt droht Ungemach, denn die deutschen Behörden werfen ihr eine Scheinheirat vor, die nur ihrer Aufenthaltsgenehmigung dienen soll. Rumika Power(nanu, wer denkt da an Al Bano?) hat hingegen den Sprung über den großen Teich geschafft. Hier macht sie als Ass die Runde, und vor Black-Bombs zeigt sie auch keine Scheu. Um allerdings weiterhin hochexplosiven Stoff entschärfen zu dürfen, muss sie ihr englisch verbessern, sonst bleibt ihr nur der Umweg über französisch. Oder sie muss zurück nach Rumänien, zur Aufbauhilfe. |
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für Elsässer Deutsch: In Pretai sind Pürree plus Weiber kein Souvenir von allem. Sächsisch: Après toi je ne pourrai plus vivre qu'en souvenir de toi. |
Stilblüte
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Zitat Dass du Rumänisch lernen möchtest ist sehr löblich: tue es,und du wirst Einblicke in eine einzigartige Kultur und Zivilissation gewinnen[...] Ausserdem ist man in der Lage die Texte von O-Zone zu verstehen. Na ja, auch wenn sie nicht gerade tiefgründig sind, aber was soll's? Hauptsache ein rumänisches Lied erobert die europäischen Charts... und das auch noch gleich zwei Mal, denn die andere Gruppe, die "Haiducii", mit dem gleichen Lied, sind auf dem zweiten Platz. Wenn das so weiter geht, wird Rumänisch in 20-30 Jahren noch Amtssprache in der EU! (Karl-Heinz bei Karpatenwilli) |
![]() Der Name scheint wie eine Seuche an den Fersen der Protagonisten dieses Artikels zu kleben. Während der ältere der beiden ihn in Maffay umgewandelt hat, scheint der jüngere aus dem zweiten K ein A gemacht zu haben. Doch es gibt mehr, was die beiden gemeinsam haben. Anfang der 70er tourte der ältere, der mit bürgerlichem Namen Peter Makkay heißt, als erfolgreicher Musiker durch die deutschen Lande. Bis 1974: Da räumte er mit dem Lied "Samstag abend auf unserer Straße" auch im Land der Windmühlen, Tulpen und Deiche eine Goldene Schallplatte ab. Was hingegen in jenem Sommer auf holländischen Straßen gelaufen ist, darüber gibt es nur Mutmaßungen. Fakt ist aber, das der Bayern-Stürmer Roy Makaay am 9.3.1975 in Wijchem in den Niederlanden das Licht der Welt erblickt hat. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
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Der Befreier
"Stalin si poporul rus libertatea ne-au adus"(Stalin und das russische Volk haben uns die Freiheit gebracht) - dieser Spruch war nach dem 2. Weltkrieg populär in Rumänien, allerdings erreichte er nicht jeden Winkel des Landes. So zog in dieser Zeit ein Mütterchen aus den Bergen mit einem Eissack auf dem Rücken hinunter in die Stadt. Es waren schwere Zeiten. Die sowjetischen Truppen hausierten wo sie nur konnten, während die Einheimischen, egal ob Rumäne oder Sachs, selber sehen mussten, wo sie blieben. Doch etwas war anders: Aus allen möglichen Ecken sah einem ein Mann mit einem buschigen Schnauzbart entgegen. Nun blieb das Mütterchen vor so einem Plakat stehen und sah es nachdenklich an. Einen Passanten fragte es dann: "Entschuldigung Bürschchen, kannst du mir sagen,wer das ist?" "Na, Mütterchen, das weißt du nicht?" kam es wie aus der Pistole. "Das ist der große Stalin, der hat uns von den Deutschen befreit." Bei der Antwort wurde die alte Frau dann noch nachdenklicher: "Er hat uns von den Deutschen befreit?" "Na sicher, wenn ich es dir sage!" "Der Herr im Himmel gebe ihm die Kraft, er soll uns auch von den Russen befreien." |
Frauenparkplatz Eine Überraschung hatte in diesen Tagen die Strasse durch das Alt-Tal zwischen Hermannstadt und Râmnicu Vâlcea parat. Dem erschöpften Fahrer bot sich hier an mehreren Stellen eine Gelegenheit zur Rast. Es gab Telefonzellen, Parkplätze, Sprit, Wasser, Essen und... Frauen. Bei den Verkehrsschildern soll es sich vor allem um einen Service für türkische LKW-Fahrer handeln. "In Rumänien sind 6 Verkehrsschilder gleichzeitig nicht zulässig," polterte der oberste Verkehrspolizist Hermannstadts. "Das irritiert die Fahrer." Vor allem die Frau in Rot ist es wohl, die irritiert.
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Auf der Suche nach alten Chattern schälte sich aus den Tiefen des Internets ein Mann mit einem ganz besonderen Hobby: die Farbe Orange. Von Kleidung über Zimmerausstattung bis hin zu dem Telefon ist alles orange. Mehr noch: Die wohl größte Sammlung orangefarbener Telefone der Welt präsentiert er auf seiner Homepage unter www.hporange.gmxhome.de - und bittet um Zuwachs.
Einige unserer Leser werden schon wissen, um wen es sich handelt. Auf Fotos von ganz alten Chattertreffen ist er in der Kluft der Stadtreinigung zu sehen. Daher auch sein Nick: I_kehr_4_u.
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Der schiefe Turm von Mediasch
Warum der Mediascher Turm schief steht, erzählt uns Arno Gündisch im Geschichtenbuch von www.siebenbuerger.de/ortschaften/mediasch:
Jeder Mediascher weiß, daß der
"Tramiterturm" sich etwas in Schieflage befindet, auch wenn er seinem
italienischen Verwandten aus Pisa darum noch keine Konkurrenz machen
kann.Warum das aber so ist? Darüber schweigt die Legende. Wohl aber weiß sie von einem Versuch zu berichten, dieses wieder geradezubiegen: Ein Mediascher Bürgermeister beschloß irgendwann, den schiefen Turm wieder gerade stehen zu lassen. Die Methode dazu hatte er auch schon bei der Hand: Jeder Mediascher Einwohner sollte mit Frau und Kind an einem langen Seil ziehen, dessen Ende um den Turmknopf des schief stehenden Tramiters gebunden war. Das sollte so lange geschehen, bis der Bürgermeister (der das Ganze aus sicherer Entfernung überwachte) "Halt" rief, der Turm also wieder gerade stand. Das funktionierte auch, leider verpaßte der Bürgermeister den rechten Augenblick,die Aktion zu stoppen. Das Resultat: Der Turm stand wieder schief, diesmal zur Abwechslung nach der anderen Seite hin.. Warum so etwas geschehen konnte, darüber spalten sich die historischen Geister: So heißt es, dem Bürgermeister wäre eine Pferdemücke auf der Nase gelandet, was ihn zum Niesen gebracht hätte, und er so nicht rechtzeitig "Halt" rufen konnte. Es heißt aber auch, der Bürgermeister hätte einer schönen Frau nachgesehen, und deshalb den richtigen Augenblick verpaßt. Das kann aber nicht sein, waren denn nicht alle MediascherInnen am "Geradeziehen" beteiligt? Lassen wir den Bürgermeister also einen aufrichtigen Mann sein, und schicken ihm deshalb eine Mücke auf die Nase... Freilich, hätte sich alles in Pisa zugetragen, wäre die bella signorina-Variante wahrscheinlicher gewesen... Nur - da müßten es schon drei oder mehr gewesen sein.. |
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| Beiträge in dieser Ausgabe von Peter Dietrich, Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer |
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| SiBild-Spezial-Archiv: Nr. 1 (April 2003) | Nr. 2 (Dinkelsbühl 2003) | Nr. 3 (Länderspiel 2004) | Nr. 4 (Dinkelsbühl 2004) |
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