Invasion der
Bürgermeister
 
Hört ihr das Ticken? Die Sache läuft wie ein Uhrwerk. Vor 4 Jahren wurde Klaus Johannis in Hermannstadt zum Bürgermeister gewählt, und er war nur ein Vorbote dessen was noch kommen sollte. Mittlerweile sind die Bürger seiner Stadt die glücklichsten im ganzen Land. Und jetzt kam die Flut. Der Kreisratsvorsitzende heißt seit den Kommunalwahlen am 6. Juni Martin Bottesch. In Mediasch wurde Daniel Thellmann und in Heltau Johann Krech zum Bürgermeister gewählt. Johannis wurde wie in guten alten Zeiten mit 88 % im Amt bestätigt und im Stadtrat herrscht das DFDH mit der absoluten Mehrheit. "Die Siebenbürger Sachsen - Das Volk der Haus- und Bürgermeister!" Wer hätte das je gedacht?
25.06.2004 - Preis: 0,50 €

SiBild

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Heimattag 2004:
Zwischen Weinmarkt und Wasen
Fast schon vergessen sind die sächsischen Tage 2004 von Dinkelsbühl. Während die einen ausgiebig den Trachten, Klängen und Ausstellungen am Weinmarkt frönten, gab es für die anderen nichts besseres als einen Vollrausch an der Wörnitz und auf dem Wasen. Ein paar Impressionen vom Heimattag gibt es am Ende dieses Newsletter, und etwas umfangreicher auf www.SiebenbuergeR.de.
Unser neuer Bundespräsident:
Ein Moldovean?
Gleich nachdem Horst Köhler vom Merkel-Westerwelleschen Küngel zum Präsidentschaftskandidaten ernannt wurde, kamen schon Spekulationen hoch. "Das Kind rumänischer Eltern, geboren in Polen, wird Präsident von Deutschland," schrieb die gutinformierte süddeutsche Presse sogleich. Selbst die rumänische Presse wusste zu berichten:"Der Kandidat kommt aus der Kronstädter Gegend." Und die Sibi-Sachsen fragten gleich:"Ist der einer von uns?" Doch dann kam alles noch schlimmer. Der blanke Horror. Horst Köhler kommt aus der Moldova. Besser gesagt aus der Republica Moldoveneasca. Das hätte sich ein Sachs nie träumen lassen: Kaum ist er den Oltean los, wird er von einem Moldovean repräsentiert. Doch letztlich ist Köhler auch sowas wie Sachs, nur kommt er nicht aus Siebenbürgen, sondern aus Bessarabien. Mit seinen eigenen Worten:"In meinem Lebenslauf spiegelt sich ganz viel deutsche Geschichte wieder." Puh, nochmal Glück gehabt!
Fiesta numa je
Wo der Erfolg ist, da sind die Kopierer nicht weit. Die aktuelle Nr. 1(O-Zone) und 2(Haiducii) der deutschen Single-Charts kursiert mittlerweile auch als deutsche Version durch die Lande. Gesungen wird das Lied von "Ich bin schöner, ich bin toller, ich bin Antonia und steh auf Tiroler." Während schon das Original nicht gerade eine Höhepunkt der Textkunst ist, zeigt uns die Dame, das es noch tiefer geht: "Fiesta, Fiesta, numa numa je, mach Siesta wenn der Hafer sticht." Da hatte sie wohl eine Dragoste im Tee...
Zurück in den
Urwald

Neues gibt es aus dem Urwald zu vermelden: Tarzan junior wandelte auf den Spuren seines Vaters. In Freidorf/Banat wurde anlässlich des 100. Geburtstags von Johnny Weissmüller in Gegenwart von desssen Sohn Johnny Scott Weissmüller eine Gedenktafel an dem Geburtshaus des Weltrekordschwimmers enthüllt. Damit ist Rumänien um eine Attraktion reicher. Wenn der Tarzan-Tourismus gut läuft, wird hier bald auch ein Schild notwendig, wie es bereits in Herford/Ostwestfalen stand.
SiBild deckt auf:
Mafia in Dinkelsbühl
Es gab keine Veranstaltung während der diesjährigen Heimattage in Dinkelsbühl, wo sie nicht anzutreffen waren: Die meist schlecht getarnten Mafia-Clan-Mitglieder mit dunklen Sonnenbrillen, die für den korrekten Ablauf der schon seit Jahrzehnten immer gleichen Veranstaltungen sorgten. Wie jedes Jahr hat der Dürr ...äh... Don auch dieses Jahr viele tausend Sibis nach Dinkelsbühl gelockt, um diese dort nach Strich und Faden auszunehmen. Der Clan rund um den Mafia-Paten ließ sich wieder mal in zahlreichen Veranstaltungen feiern. Schon beim Betreten des Ortes wurde Schutzgeld erpresst. Sobald ein Opfer bezahlt hatte, bekam es eine Plakette verpasst und wurde bei korrektem Benehmen und mit ein wenig Glück nicht mehr weiter behelligt. Der komplette Mafia-Clan konnte nun erstmals vom Sibild-Team enttarnt werden. Siehe nachfolgende Bilder.
Stilblüte  

Rumänisch
für Anfänger, Lektion 1


Deutsch: Ich bin ein freier Mensch.

Rumänisch: Sunt un om fraier.

***

Deutsch: Ich bin ein Feinschmecker.

Rumänisch: Sunt fain si smecher.
Zitat     
Wenn Verschleierung und Kopftuch der Frau nicht mehr erlaubt ist,werden die Friseurkosten in der Familie um so höher und wenn irgendein Gesetz sie auch noch verbietet werden wohl unsere Trachtenmerkmale durch irgend einen radikalen Kopftuchjäger auch noch in Frage gestellt.Man stelle sich Pfingsten in Dinkelsbühl ohne unsere traditionellen Trachtenträgerinnen vor. Wäre doch grausam? Oder?
Averna sei Dank:
Interview mit einer Ex-Diktatorin
Für dieses Gespräch mussten wir noch ein Medium bemühen. Auf diesem Wege bedanke ich mich bei dem Averna- und dem Jägermeister Medium, für die Lokalisierung und Vermittlung der wertvollen Gedanken der ehemaligen Genossin Elena Ceausescu, Generalsekretär der Rumänischen Kommunistischen Partei, Präsidentin der Sozialistischen Republik Rumänien, die am 25 Dezember 1989 zusammen mit ihrem Ehemann in einer Kaserne in Tirgoviste am Karpatenrand hingerichtet wurde.

SiBild - Ich habe eine freudige Nachricht für Sie: Rumänien hat Deutschland 5:1 weggeputzt.

Elena Ceausescu - Ach, meine Süßen haben gewonnen! Wie viele Spieler haben von meiner Mannschaft gespielt? (Anm.d.Red.: Steaua Bukarest)

SB - Drei!

EC - Nur drei? (regt sich auf) Zu meiner Zeit bestand die Nationalmannschaft nur aus Steaua-Spielern und gewann immer ...

SB - ... fast immer. Manchmal gewann auch die Mannschaft von Nicu (Anm.d.Red.: des Sohnes)

EC - Der hat doch alle Spiele gekauft ...

SB - ... und Sie nicht?

EC - Ich gekauft? Meine Hübschen haben für mich gespielt und gewonnen ...

SB - ... sonst wären sie im Knast gelandet ...

EC - (regt sich auf) ... also bitte: die haben für ihr Land alles gegeben. Du hast eine Sachsenfresse die mir gar nicht gefällt. Nicolae sagt du bist so ein Specksachse aus Hermannstadt, der das Land verraten hat und ausgewandert ist! Na da habt ihr eingebildeten Lackaffen es aber wieder Mal so richtig bekommen! (lacht befriedigt).

SB - Leider! Ich bin froh dass ich heute nicht mehr in einem rumänischen Betrieb arbeiten muss. Der Spott über die vielen SMS meiner rumänischen Freunde hat mir gereicht.

EC - SMS? Was ist das denn?

SB - Eigentlich stelle ich hier die Fragen. Also, Frau Dr. Ing. Elena Ceausescu. Wie kommt man zu solchen Titeln mit nur vier Schulklassen?

EC - Willst es wirklich wissen? Willst dir wohl selber welche kaufen? Ich kann dir nur sagen: harte Arbeit!

SB - ... sich Hochzuvögeln? Stimmt es, dass Sie die vierte gar nicht geschafft haben?

EC - ... werd mir nur nicht frech Jungchen. Wenn ich mich nicht selber um alles gekümmert hätte, wäre ich auch heute noch Hausfrau und würde für den stotternden Schlappschwanz Köttelsuppe kochen.

SB - Wollen Sie damit sagen, dass Sie aktiv mitgearbeitet haben an den Staatsgeschäften?

EC - Was heißt mitgearbeitet? Ich war der Staat! Ich war für den Schlappschwanz Geliebte, Ehefrau, politische Partnerin und Vertraute ... die Chefin!

SB - ... also doch aktive Komplizin. Mittäterin an den politischen Morden. Jemand hat mal geschrieben Sie wären Machtgeil gewesen. Stimmt das?

EC - Geil immer! Auch auf Macht. Die übt eine große Anziehungskraft aus, sie macht "sexy". Selbst Macht auszuüben und zu Ansehen zu gelangen ist das geilste auf der Welt. Meine Triebfeder dazu war Ehrgeiz, Machtgier, Geltungs- und Prunksucht. Darauf bin ich heute noch stolz! Ich muss zugeben, das fehlt mir hier. Es dauert aber nicht mehr lange, da habe ich die hier alle soweit unter meinem Rock!

SB - Den Teufel auch?

EC - Klar! Den sowieso!

SB - Apropos Rock: stimmt es, dass Sie als Prostituierte gearbeitet haben, bevor Sie sich den "Schlappschwanz" angelten?

EC - Zu meiner Zeit hätte man dich für so eine Frage kastriert. Das hatte ich nicht nötig. Die vielen devoten Apparatschiks und Hofdichter leckten mich überall, sag ich dir, überall. Nur um ihr mickriges Leben ein wenig aufzubessern. So war es mir leicht in hohe politische und wissenschaftliche Ämter zu kommen. Zuletzt war ich stellvertretende Ministerpräsidentin, Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Präsidentin des Nationalrates für Wissenschaft und Schulwesen, eine große Wissenschaftlerin auf dem Gebiet der Chemie. Ich habe sogar mit einer Dissertation zum Dr. Ing. promoviert.

SB - Die jemand anderes für Sie geschrieben hat.

EC - Na und? Die anderen Nutten (Anm.d.Red.: Staatsfrauen) kaufen sich ja auch ihre Ehrendoktortitel an ausländischen Universitäten. Schließlich habe ich ihnen gezeigt wie man es richtig macht.

SB - Sie waren ihr Vorbild?

EC - Als "tugendreiche" Landesmutter! Natürlich!

SB - Sie galten als die meistgehasste Person des Ceausescu-Clans. Eine Landesmutter die in ihrem Ehrgeiz, Machthunger, Geltungsdrang und Skrupellosigkeit ihren Mann, äh ihren Schlappschwanz klar dominierte.

EC - Ich? Wenn ich könnte würde ich dir ein paar Ohrfeigen geben, du Sachsenbengel. Erschießen lassen würde ich dich! Was hätte dieser impotente Affe ohne mich gemacht? Jeder hat dem auf der Nase herumgetanzt.

SB - Er meinte neulich im Gespräch mit mir, dass er irgendwann genug von ihnen hatte und sich aus dem Staub gemacht hat. Er hat ihnen ihren Fehltritt mit dem deutschen Soldaten wohl nie verziehen. Haben Sie nicht bemerkt, dass Sie nachts ein Double im Ehebett hatten?

EC - Erstens hatten wir getrennte Schlafzimmer, zweitens habe ich ihn nie geheiratet (wird nachdenklich)... jetzt wo du es sagst: irgendwann wurde der Sex besser. Er konnte länger und stotterte nicht mehr soviel... und geschnarcht hat er auch nicht mehr. Eigentlich war er besser als das Original. Was den Deutschen betrifft: Hans war ein netter Junge. Ich war jung und brauchte das Geld.

SB - Als Sie und ihr Ehemann erschossen wurden, äh, mit seinem Doppelgänger, ach mit wem auch immer, spielte ein Orchester das Lied der Revolution von 1848: "Erwache, Rumäne, aus dem Todesschlaf." Können Sie uns den Text vorsagen?

EC - Ich schlage dir den Schädel ein, du frecher Sachse. Seit ich 14 war, habe ich für die Menschen gekämpft, für unsere Menschen im Land. Das ist eine Provokation. Ich werde auf keine Frage mehr antworten.

SB - Ist ja gut. Fehlen ihnen ihre Kinder? Was raten Sie ihnen in diesen schweren Zeiten?

EC - Mein Sohn Nicu, dieser versoffene Feigling hat uns verraten und ist trotzdem in den Himmel gekommen. Ein Beweis, dass auch hier die Korruption weit verbreitet ist. Der konnte schon immer besser schmieren. Ich habe ihn zu stark verwöhnt. Er hatte keinen Hang zur Politik, eher zu Frauen!

SB - ... Glückspiel und Suff nicht vergessen ...

EC - ... werd nicht wieder frech, schließlich leben Zoe und Valentin wie normale Menschen und schauen sich nach der Arbeit.

SB - Arbeit? Die müssen noch arbeiten? Die beiden müssen doch genug auf der hohen Kante haben, schließlich sucht man immer noch ihr Vermögen. Kommen Sie, ich gebe einen aus, wenn Sie mir verraten wo die 200 Millionen $ geblieben sind.

EC - Das waren doch 400 Millionen $ ... dieses Arschloch. Na warte, der soll mir nur von seinem Schuhe putzen nach Hause kommen.

SB - Als man Sie verhaftete, hatten sie nur die Sparbücher der Kinder dabei. Hat Sie die Revolution überrascht?

EC - 3,5 Millionen Lei. Das war alles was wir bei uns hatten. Revolution (sie wird sauer) Ich antworte auf keine Frage mehr...

SB - ...eine letzte Frage noch: Sind oder waren Sie jemals psychisch krank, wie alle behaupten?

EC - Was für eine infame Behauptung. Am liebsten ...

SB - ... nein, nein nicht aufregen. Es wäre doch eine Entschuldigung für alle kriminellen Tätigkeiten die Sie begangen haben...


EC - ... jetzt reicht's. Ich werde keine Frage mehr beantworten du frecher Mensch. Zu meiner Zeit hätte man dich an die Mauer gestellt ...

SB - ... da seid zum Glück ihr gelandet! Danke für das Gespräch.

Das Gespräch führte Wolfgang Klein.
Der Winnetou
von Elspe

Sommerzeit ist Festspielzeit, so auch im Sauerland. In Lennestadt findet vom 26.06 bis 12.09. das ?Elpe Festival? statt. Gespielt wird dieses Jahr "Im Tal des Todes" von Karl May, und als Winnetou reitet ein Mühlbacher: Benjamin Armbruster. Und das nicht erst seit gestern. Der 58-jährige ist bereits seit 17 Saisons dabei und feierte letztes Jahr seinen tausendsten Auftritt als Oberindianer.
Baggern in Bayern
Sie ist zwar erst 18 aber sie baggert wie ein alter Hase. Die Landlerin Dolores Köber hat trotz ihres zarten Alters bereits viermal im Dress der bayerischen Landesauswahl den Bundespokal der Deutschen Volleyballjugend gewonnen und bereits eine Saison Bundesliga-Erfahrung mit dem VC Augsburg. Die Augsburger stiegen allerdings ab, und ab nächstes Saison spielt "Dolo" in Straubing. Und ab 2005 will sie zur Dinamo... ähm, in den Polizeidienst.
Impressionen vom Heimattag 2004
Beiträge in dieser Ausgabe von Wolfgang Klein, Peter Dietrich, Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer
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