Sommerlochthema 2003
Lindberghs
 
Sibi-Kinder
 
In den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts machte Charles Lindbergh mit dem ersten Non-Stop-Flug über den Atlantik von sich reden. Von seiner Familie hingegen war, bis auf eine Entführung in den 30er Jahren, nichts zu hören. Im Sommerloch 2003 wurde jedoch eine weitere Seite des Flugpioniers im weltweiten Blätterwald bekannt: "Lucky Lindy hat uneheliche Kinder in Deutschland". Zuerst war die Rede von einer Geliebten und drei Kindern, danach gar von zwei Geliebten und fünf Kindern. Und obendrein: Die beiden Damen waren Geschwister und Erben der Kronstädter Familie Hesshaimer, die vor dem zweiten Weltkrieg u.a. die Schokofabrik Hess besaß. Der DNS-Nachweis steht zwar noch aus, aber der eine Sohn ist seinem Papa wie aus dem Gesicht geschnitten.
17.09.2003 - Preis: 0,50 €

SiBild

Nr. 13 - Abonnenten: 452
Urlaubszeit ade!
Der Sommer ist vorbei, und damit auch die Siebenbürgen-Zeit.
Doch halt: Im geschlossenen Kämmerlein von den Urlaubsfotos zehren gilt nicht.
Witzige und kuriose Fotos sind am besten in der SiBild aufgehoben. Ein paar Bilder findet Ihr schon am Ende dieses Newsletters. In den nächsten Ausgaben wird die Serie nach Möglichkeit fortgesetzt.
Siebenbürgen war

Meeresboden!
Jedem Sachsen klingt der eine Vers des Siebenbürgenlieds im Ohr: "Siebenbürgen Meeresboden einer längst verflossenen Flut". Jüngste Ausgrabungen, die aus ganz anderem Anlass am Großen Ring in Hermannstadt durchgeführt wurden belegen diese These eindeutig. In nicht allzugroßer Tiefe kann man schon das Wasser sehen. Wer aber das erste Stück Mauerbefestigung in den Meeresboden gesetzt hat, darüber scheiden sich nach wie vor die Historiker-Geister.
Berlusconi
am Zibin?

Wie Silvio einst beim AC Milan, so setzt sich auch der Hermannstädter Bürgermeister Johannis dafür ein, dass in seiner Stadt erfolgreich Fußball gespielt wird. Konkret wurde jetzt ein Fußballverein FC Hermannstadt ins Leben gerufen und die Mannschaft des Drittligisten FC Amso übernommen. Mit der Lizenz für die zweite Liga hat es in diesem Sommer aber nicht mehr geklappt. Nach einem 1:0 in Baisoara und einem 5:1 gegen die zweite Mannschaft von Gloria Bistritz führt der neugegründete Club jedoch die Gruppe 9 der dritten Liga an.
Der Pirat von
Transsilvanien

Das ist Peter Theiss. Er kommt aus Transsilvanien. Er hat einen ganz interessanten Beruf: Pirat.
Jeden Abend war er mit Klaus Störtebeker, dem Robin Hood der Meere, unterwegs. Wo? Auf der Naturbühne in Ralswiek auf Rügen. Und vielleicht kommt er nächstes Jahr wieder. Erfahrene Bühnenkämpfer werden nämlich immer gesucht, auch von Störtebeker.
Die lieben Jungs
vom Alasitas

Im Stuttgarter Raum war vor allem eine Discothek für ihre rumänische Musik bekannt: Alasitas. Jetzt wurde der Laden umgemodelt und unter dem Namen Matrix neueröffnet. Ganz zeitgemäß haben die Jungs auch eine Webseite ins Netz gestellt. Da kann man unter anderem erfahren, welche Größe für Rumänien die richtige ist. Von der Theiß bis an den Bug. Und wer dafür sorgen soll ist eigentlich auch klar, denn es kann nur einen geben. Er hört auf den Namen Vadim. Doch eins muß man der RO-Disco lassen: Auch wenn die Manele es noch nicht bis Debrecen geschafft haben, bei den Sachsen in Stuttgart ist diese Musik "in".
Sächsisch
für Angelsachsen, lesson one:

Shock than saxon insane world bash ball a grease. Dung weed he bees.
Zitat        
Irgendwann werden die Rumänen die letzten Sachsen aus "europäischen" Gründen hegen und pflegen müssen wie die Wisente (zimbri) in Hatzeg um deren Erhalt zu sichern, wenn auch nicht mehr als Volk.(schully)
Stilblüte 
Einheimische: Ich bin ja sooo traurig.

Sibi: Komm her bei mich. Warum bekreidest du dich so?
Serie: Die guten alten Zeiten (10)
Ein Treffen der besonderen Art
von Wolfito

"Ich möchte einmal hier raus und alte Freunde sehen, feiern und Erinnerungen austauschen", sagte die Allerbeste eines Tages und sah mich sehr, sehr entschlossen an. Ich kenne diesen Blick, da hat es keinen Sinn zu widersprechen ohne sich in Lebensgefahr zu begeben. Also, Zeitung raus und den nächsten Termin gesucht, an der die Wahrscheinlichkeit groß war, jemanden zu treffen, mit dem man ein paar nette Erinnerungen austauschen kann. Und siehe da, dieses Wochenende gab es das Hermannstädter Treffen in Dinkelsbühl.
Komisch!
Was für ein Zufall!
Wenn das nicht abgesprochen war!
Deshalb wahrscheinlich die vielen Anrufe nach München zu Moni und Gert! Jetzt war mir alles klar.
Also, im "Quartier" und zu Hause alles besprochen, Personal organisiert und schon saßen wir im Auto. Richtung Bayern.
Tri tra trullala, Hette und Wolfi sind wieder da.

Nach zweiundzwanzig Jahren hatten wir es endlich geschafft, beim Hermannstädter Treffen dabei zu sein.
Verrückt eigentlich, es war der heißeste Tag des Jahres und genau dann standen wir im Stau, bei 38,5 Grad Celsius im Schatten. Die Allerbeste war richtig heiß drauf, im wahrsten Sinne des Wortes. Ich auch, heiß wie ein Kochtopf, aber vor Ärger. Warum hatten die Kinder so gejubelt? Weil sie allein zu Hause blieben? Sturmfreie Bude. Für wen denn? Ich konnte mich ganz gut daran erinnern, wie ich es in dem Alter gemacht hatte. Vor allem, was ich gemacht hatte! Jetzt hatten sich die Fronten vertauscht und ich war derjenige, den ich früher immer geärgert hatte: Der Alte!
Eine schwere Bürde. Im Kopf junggeblieben und doch so weit weg, von den eigenen Kindern und den doch sehr viel jüngeren Gästen aus dem "Quartier". Zu weit weg, um in allen Lebenslagen richtig akzeptiert zu werden. Man ist und bleibt immer der Alte. Jetzt fuhr ich zu meinen Leidensgenossen, die in der gleichen Situation waren und die mir wiederum zu fremd geworden waren, da ich sie viel zu selten sah. Komische Sache.
Mit 45 ist man so in der Mitte: nicht alt, nicht jung.
Entweder man hat es im Leben geschafft oder man würgt herum und es tut einem leid, nicht ein paar Jahre früher ins goldene Land eingereist zu sein. Angeblich war es damals leichter. Vor allem, war man(n) damals noch jung und Tante und Onkel halfen einem über die erste Zeit hinweg. Heute ist man selber Tante und Onkel.

Onkel Wolfi!
Wie das klingt.
Ich verbat mir den Onkel und alle durften nur noch Wolfi zu mir sagen. Wo waren die guten alten Zeiten? Keine Treffs mehr, keinen schnellen Sex mehr, es sei denn gegen Bares, kurze Haare und einen Bart, der das Doppelkinn kaschiert. Und ehrlich gesagt, ständig mit eingezogenem Bauch durch die Gegend zu zockeln, war sehr anstrengend.
Dieses Treffen ist eine Abspaltung des großen Sachsentreffens der Siebenbürger Sachsen aus Siebenbürgen. Man wollte unter sich bleiben und beschloss, jedes zweite Jahr die Hauptstrasse in Dinkelsbühl in Heltauer-Gasse umzubenennen, auf dem "Korso" auf und ab zu gehen, Erinnerungen auszutauschen und Hände zu schütteln.

Aber die sportlichen Hermannstädter wären nicht Hermannstädter, wenn sie nicht ein Handballspiel organisiert hätten: Gelb gegen Rot, Jung gegen Alt. Profis waren sie alle mal gewesen und alle verließen das Feld als Sieger. Der Sport hatte gesiegt, siebzig Jahre Handball in Hermannstadt. Trotzdem waren für mich die "Alten" die heimlichen Sieger. Karl Martini spielte mit 70 besser als ich es in all den Jahren getan habe. "Schnapsi" hat seine Tricks auch im hohen Alter noch drauf und ich erinnerte mich, wie er fast im Alleingang Steaua Bukarest, den damaligen rumänischen Meister, besiegt hatte. An jedem Fuß einen anderen Turnschuh, mit zerschlissenem Trikot, aber mit großem Feuer im Herzen und vor allem mit sportlichem Können. Es war immer auch ein wenig Stolz und Selbstbestätigung gewesen, wenn die bescheidenen Sachsen aus der Provinz, die finanzstarken Bonzen aus Bukarest besiegten. Ein friedlicher Protest gegen die herrschende Diktatur, ein sportlicher Sieg gegen das System. So war es jedenfalls für mich gewesen. Wir hatten es ihnen wieder mal gezeigt und der Sieg hatte mir immer viel Selbstvertrauen gegeben, Kraft und Zuversicht für den Alltag, und eine Identifikation mit einer Tradition, die unsere Jugend bestimmte. Ich kenne kaum jemanden in meinem Freundeskreis, der nicht Handball gespielt oder im Publikum mitgefiebert hätte.
Dementsprechend voll war es in der Halle. Was ich sah, gab mir Zuversicht. Vielleicht konnte ich mit harter Arbeit den beginnenden Zerfall meines Körpers stoppen. Wenn ich diese Kerle sah, wie fit sie noch waren, dann konnte ich zuversichtlich sein, noch mal von der Schwelle des Altersheims zu springen. Auch das Publikum war noch erstaunlich fit. Marga-Tante, immerhin 73 Jahre alt, schlug den Takt mit ihren Krücken und war die Anführerin der Galerie. Klar hielt sie mit den "Gelben", schließlich war sie 10 Jahre mit Otto zusammen. "Schau Wolfi, wie gut er noch aussieht, der Kleine!"
Der Kleine war 79 und schoss drei Tore. Was mir Angst machte, der sprang höher als ich und man sah am ganzen Körper keine Schweißperle, und das bei 40 Grad in der Halle. Was mir noch mehr Angst machte, dass beim Tennis-Turnier der Älteste auch schon über 70 war und Heini musste kämpfen, um den wackeren Sportsmann zu besiegen. Anschließend gab es hausgemachte Gulaschsuppe und Wein vom Schorsch aus Neppendorf. Ob das der Zaubertrank der Hermannstädter ist?
Schorsch wollte mir das Rezept nicht verraten, aber so wie Tante Elsa (91) anschließend das Tanzbein schwang und als Gelegenheitsraucherin eine nach der anderen paffte, muss da was dran sein, an der Sache mit dem Zaubertrank.

In der Heltauer-Gasse sah ich meinen Stiefvater Jürgen und Gert wie sie sich ganz freundlich anbrüllten, dann Moni sahen und beide sie anbrüllten, um anschließend alle drei meine Mutter Inge anzubrüllen, und als sie mich sahen, brüllten mich alle vier an:
"Herzlich willkommen, Bübchen! Seid ihr endlich da!?"
Warum die immer so laut sprechen mussten, diese Hermannstädter, habe ich nie kapiert. Mein Stimmorgan ist auch nicht zu verachten, wahrscheinlich schrei ich auch so laut. Werde bei Gelegenheit die Kinder fragen. Es ging um organisatorische Lappalien, nichts Besonderes. So war es immer, Probleme bis zuletzt, und dann klappte doch alles, und alle waren zufrieden. So auch jetzt, das Problem hatte sich erledigt und für uns ging "die Sonne" auf, als wir das erste Bier tranken. Wie konnten die nur diese Brühe trinken, diese Hermannstädter-Bayern? Das Zeug schmeckte nach abgestandenen Füßen. Nach dem zwölften Bier sah ich am Tisch gegenüber eine Frau, die mir bekannt vorkam. Sie sah mich an, ich sah sie an, wir sahen uns beide fragend an und tranken unser Bier aus. Sie nickte mir zu, ich nickte zurück und siehe da, mein Glas war wieder voll.
War ich mit ihr zusammen gewesen? Mit ihrer jüngeren Schwester vielleicht? Überhaupt war alles ein Ratespiel, bei diesem Treffen.

"Onkel Wolfi, weißt du, was die Hermannstädter von den restlichen Touristen unterscheidet?", fragten Vanessa und Roxana, unsere beiden Küken, und rissen mich aus meinen Träumen.
"Nein! Bitte, sagt nur Wolfi, zu mir."
"Bist du es wirklich?", war die meist gestellte Frage am heutigen Tag, dicht gefolgt von:
"Na Servus tu!"
Vanessa hatte ganz glänzende Augen und Roxana ergänzte:
"Ioi, ist er auch schon so alt?", haben wir auch öfter gehört.
Gut beobachtet, Mädels!
Leider konnten sie mir nicht sagen, wer die verblühte Schönheit am Tisch gegenüber war. Ich war mir sehr sicher, sie schon einmal gesehen zu haben.
Aber wo?
War es eine alte Liebschaft? Klassenkollegin? Ich konnte sie nirgends einordnen.
Leider verlor ich sie aus den Augen, da ich dauernd Fotos anschauen mußte. Alles stolze Großeltern, die mit ihren Enkeln hausieren gingen. Dabei kannte ich die Leute gar nicht. Wie? Wer? Warum? Wieso? Ach, wirklich? Alles tolle Leute hier, hatten alle Glück im Leben. Die anderen konnten leider nicht kommen, einige hatten weniger Glück, andere waren im Urlaub.
Jedenfalls, war einiges los. Hermannstadt musste leer sein. Klar, waren ja alle hier, und sogar die paar Deutschen, die noch dort wohnten, waren hier zu Besuch; und Rumänisch hörte ich auch ab und an.

Ioi, wer war die Frau?
Woher kannte ich sie?

"Wolfi, bist du es? Mann, hast du dich verändert! Hab' dich kaum erkannt."
"Nein, Mann, bist du fett geworden."
"Wolfi, du hast weiße Haare und ein Doppelkinn."
Was für Penner. Haben die letzten Jahre selber nicht oft in den Spiegel geschaut.
Ich habe genug eingesteckt und will zurück nach Mainz fahren, doch die Allerbeste will noch bleiben.
Klar, die wird von allen Seiten gelobt:
"Hette, du siehst so gut aus! Wie machst du das?"
"Mein Mann schont mich sehr."
Ich will gerade das Auto starten, als die verblühte Schönheit an mir vorbei flaniert.
Ich bleibe.
Schließlich muss ich wissen, wer sie ist.

Ich gehe in die "Schranne". Da spielen "The Gendriks". Bei "Hey Joe" fallen sich die Leute in die Arme und der Zaubertrank macht die Runde. Ich fühle mich nicht gut, schließlich habe ich dieses Halli Galli jeden Abend. Ich küsse die Allerbeste und gehe hoch in den Saal zu den "Alten". Vielleicht ist sie dort, die verblühte Schönheit. Auf der Bühne singt so ein Heinoverschnitt etwas von einer schwarzbrauner Haselnuss und einer schönen Frau, die einsam ist und ihrem Macker nachweint. Ob der Sänger sie kennt? Ich unterbreche sein Programm, um ihn danach zu fragen, doch die Leute pfeifen mich aus. Flaschen und Gläser fliegen in meine Richtung. Feiern können sie ja, aber von Romantik und Feingefühl haben sie nie etwas gehört, diese Hermannstädter.
Jürgen organisiert das schon, der kennt ja alle schönen Frauen hier! Die aber nicht.
"Bübchen, für mich gibt es nur eine: deine Mutter!"
Gut so.
Ich drehe eine Runde durch die Heltauer-Gasse.
Nichts!
Bei den "Jungen" geht die Post ab. Die Band ist gut.
Alle tanzen. Das Lied kommt mir bekannt vor. Es ist das Lied, auf das ich das erste Mal eine Frau lieben durfte.
Schön war es!
Heute hört man es in allen Baumärkten.

Ich versuche einen Tanz mit der Allerbesten. Er gelingt mir nicht. Kein Wunder, ich bin immer noch in kurzen Hosen und Sandalen, wie am Schwarzen Meer. Alle anderen sind schick angezogen. Sieht komisch aus, wenn ich wie ein wild gewordener Affe auf der Tanzfläche herumturne.
Früher war ich immer im Mittelpunkt, heute bin ich nur noch dabei, statt mittendrin.
Ioi, damit muss ich mich abfinden!
Es ist zwei Uhr nachts. Moni, Jürgen, Gert und Heini organisieren weiter. Ich schmeiße eine Runde Zaubertrank für alle "ehrenamtlichen" Helfer, ohne die dieses schöne Fest nie stattgefunden hätte. Ich finde es heutzutage keine Selbstverständlichkeit, die kostbare Freizeit für solche ehrenamtlichen Tätigkeiten zu vergeuden. Leider sagt nie jemand, wie schön es war, alle meckern nur und hätten sowieso alles besser gemacht. Ich werde ein Fest organisieren für all diese wertvollen Menschen, die ihre wenigen freien Stunden für das Wohl anderer Leute opfern.

Die Allerbeste ist müde.
Ich auch, würde es aber nie zugeben.
Erst jetzt fällt mit ein:
"Hette, wo schlafen wir eigentlich?"
Kein Problem, Bernd und Gerlinde bieten sich an, wir können bei ihnen im Zimmer übernachten. Ob ich schnarche?
Ich und schnarchen?
Nie im Leben!
Das Bett ist bequem und groß. Ich schlafe sehr gut. Die anderen drei nicht.
Was, ich habe geschnarcht?
Nie im Leben!
Es ist mir peinlich, ich glaube es tut ihnen leid, uns eingeladen zu haben. Sie haben Ringe unter den Augen und gähnen um die Wette.
"Wolfi, du musst abnehmen. Du schnappst nach Luft beim Schlafen und redest dabei noch im Schlaf."
Was habe ich wohl gesagt?
Die Allerbeste lächelt!
Alles in Ordnung, denk' ich erleichtert.
Dabei weiß ich immer noch nicht, wer die Schöne ist. Ich bin immer noch sicher, sie zu kennen. Vielleicht aus meiner Wohngemeinschaft in Hermannstadt. Jürgen hat damals immer gesagt: "Bübchen, zieh nicht aus, der Vermieter will nur deine Kohle. Bleib zu Hause wohnen und gib sie lieber uns."

Wir gehen uns verabschieden, in die "Sonne".
Ein Bier geht noch, so zum Abschied.
Ich werde von einer schönen, etwas verblühten Frau bedient:
"Ioi tu", SIE ist es!
Mein Traum der letzten 24 Stunden ist die Bedienung hier!
Die zwölf Bier von gestern, jetzt fällt mir wieder alles ein:

Na Servus tu!


Diese und andere Geschichten findet Ihr in dem Buch "Zum Bahnhof, bitte..."

Das Hermannstädter Treffen findet dieses Jahr vom 19.-21. September in Landshut statt


Weitere Geschichten aus der guten alten Zeit werden gesucht. Bitte schickt sie an sibild@rokestuf.de
TV für Tote
Rumänien geht mit der Zeit. Um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr aus Steuergeldern zu bezahlen, wurde eine Zwangs-Gebühr eingeführt. Soweit, so gut. Eine Überraschung erlebten dann plötzlich einige Leute, die TV-Gebühren für ihre Familiengruften zahlen sollten. Des Rätsels Lösung: Mensch lässt sich nicht lumpen, und für abendliche Besuche in der Gruft wird eine Stromleitung gelegt - doch um den bürokratischen Aufwand für die Gebühr gering zu halten, wird die Rundfunk-Rechnung gemeinsam mit der Stromrechnung verschickt.
Bryan Adams
in Neumarkt

Neulich ließ Bryan Adams verlauten, er sei auf der Suche nach Sitzen aus dem legendären Wembley-Stadion. Das rief Dorin Florea, seines Zeichens Bürgermeister in Neumarkt am Mieresch, auf den Plan. Da 2300 Sitze aus dem abgerissenen Stadion im Neumarkter Freilichttheater aufgestellt wurden, bot er dem kanadischen Rockstar 5 Sitze aus der Königsloge an. Natürlich nicht kostenlos. Bryan Adams soll im Gegenzug ein Konzert in der siebenbürgischen Stadt geben.
 


 
Beiträge in dieser Ausgabe von Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer, Wolfgang Klein, Peter Dietrich, Uwe Lahni, Monika Brenner
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SiBild-Spezial-Archiv: Nr. 1 (April 2003) | Nr. 2 (Dinkelsbühl 2003) |
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