Skandal
 
um Robbie
 
MTV Rumänien hat sich mit der Ausstrahlung des Musikvideos "Come Undone" von Robbie Williams einen handfesten Streit eingefangen. Die rumänische Aufsichtsbehörde dazu: "Der Film ist nur einen Hauch besser als ein Porno." Inzwischen wird auch in Rumänien nur eine entschärfte Version des Videos gesendet - nach 22 Uhr...
13.08.2003 - Preis: 0,50 €

SiBild

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Joi
Mach dich nackig
Während sich die Siebenbürger Sachsen beim Kronenfest in Augsburg noch recht zugeknöpft gaben, fielen dann spätestens beim Beach-Volleyball-Turnier in Königsbrunn die Hüllen.
Robert Sonnleitner hat beide Events mit seiner Digicam festgehalten.
Die besten Schnappschüsse finden ihr im unteren Bereich des Newsletters...
Popalapapp...
 
Emsig kämpft der aus dem SiebenbuergeR.de-Forum rausgeschmissene Klaus Popa gegen die Verneinung des NS-Fanatismus bei den Rumäniendeutschen. Bei jedem findet er ein Haar in der Suppe und veröffentlicht auf mehreren Servern und in mehreren Sprachen seine umstrittenen Thesen. Das hat ihm schon viel Lob eingebracht. Ein gewisser "That's me" schreibt z. B. in Popas Gästebuch: "It's nice aber schwaar to understand. It's verry diffus and durcheinender, a little was from this, a little bit mehr from dem anderen. It seems to be nur for specialist's from a notorious pseudo-specialist. Who cares, cui bono ? That's why i say, mach weiter so, good luck and much Vergnügen. Keep your page running, nicht aufgeben. The evel must be found and ausgerottet, auch in the generation of Enkel and Urenkel."
Johannis' Vize
Attentat?
Vor der Wohnung des Hermannstädter Vize-Bürgermeisters Daniel Fantana ging am 4. August ein Sprengsatz hoch.

Laut HZ wurden in den umliegenden Hauswänden, Baumstämmen und Autos Metallsplitter gefunden.

In der Wohnung selber befand sich aber nur die Mutter des Betroffenen.

Ein Zusammenhang mit den Drohanrufen, die bei Fantana eingehen, seit er für die Sozialwohnungen der Stadt zuständig ist, wird nicht ausgeschlossen.
Go Johnny, go, go, go
Würde Tarzan noch leben...
Johnny Weissmüller war vor 80 Jahren der erste Mensch, der die 100 m im Freistil unter einer Minute schwamm. Die Zeit von 58,6 Sekunden, die der Banater seinerzeit benötigte, würde dem derzeitigen Weltrekordler Pieter van den Hoogenband (NL) aber bestenfalls ein Lächeln abringen. Bei den diesjährigen Weltmeisterschaften in Barcelona wäre Weissmüller, der nach seiner Schwimmkariere als Tarzan-Darsteller berühmt wurde, auf Platz 143 von 168 Teilnehmern gelandet.
Siebenbürgen
Die einzig wahre Homepage
Die Website heißt ganz bescheiden "Siebenbürgen - The official homepage". Unter www.siebenburgen.net findet man alles, was das Transsilvanierherz begehrt: obskure Kreaturen, die einem um Mitternacht den Schlaf rauben, und Töne, bei denen einem das Blut in den Adern gefriert.
Bram Stoker sei dank. Hätten die Schweden sonst je von dem Landstrich gehört, dessen "europäischer Name" (sic!) Siebenbürgen ist?
Der Sibi
Woran erkennt man einen Siebenbürger Sachsen?

"[...] am Inhalt seines Kühlschranks! Findest du grüne Zwiebeln und "Boflisch" drin, ist es zu 98 Prozent ein Siebenbürger Sachse. Bietet er Dir "Boflisch", Brot und Zwiebeln zum Frühstück an, ist es zu 100 Prozent ein Siebenbürger Sachse."
(haecker007)
Zitat     
"Ich kaufe ein bei Quelle, doch meine Dauerwelle, die lasse ich mir lieber unten machen."

(Textzeile aus dem Schlager "Mir sen stark" von Franz Schneider)
Stilblüte 
Einheimischer:
Also mit dem Gustav will ich nichts mehr zu tun haben!

Sibi:
Ich habe auch breit mit ihm!
Serie: Die guten alten Zeiten (9)
Ein Flug in die Pleite
von Wolfito

Es war wie immer am Flugschalter. Ich war zu spät dran und die nette Dame am Schalter der Tarom lächelte mich gequält an: "Wenn sie sich beeilen, bekommen Sie die Maschine noch. Flugsteig B, Gate 65. Guten Flug." Ich wollte nach Bukarest, um meinen Freund Radu bei den Dreharbeiten seines neuen Videos zu helfen. Der Mann wird noch reich und berühmt, ob er mich dann noch kennt, dachte ich, und summte seinen neuesten Hit vor mich hin. "Für einen, der sein Flugzeug fast verpasst hat, sind Sie aber gut aufgelegt", raunzte mich die Chefstewardess an und schloss die Tür hinter mir. Es war immer wieder schön, mit dem Stolz der staatlichen rumänischen Fluglinie über den Wolken zu schweben. Die Stewardessen hatten sich irgendwie alle noch aus der "glorreichen" Zeit rübergerettet und ich hoffte, dass man sie bei der Landung in den wohlverdienten Ruhestand entlassen würde.

Ich fand meinen Sessel, verstaute das Gepäck und machte es mir gemütlich. Alleine in der Reihe, viel Platz für die langen Beine und den teuren Bauch. Glück gehabt! Von mir aus konnte es losgehen. Nach 15 Minuten wurde uns erklärt, dass noch ein Passagier erwartet wurde. War wohl ein wichtiger Mann, vielleicht ein Politiker mit Beziehungen. Der Mann muss Schotter haben, wenn dieser lahme Vogel so lang auf ihn wartet, dachte ich, und machte ein Nickerchen. Ich wurde etwas unsanft geweckt. Es war ein Typ im Anzug, der an meiner Schulter rüttelte und mich unfreundlich aufforderte, ihm Platz zu machen. Ich sah ihn an. Er sah mich an. Wir sahen uns an. Als wir mit dem Ansehen fertig waren, machte ich ihm Platz und schnallte mich wieder an. Der Typ kam mir sehr bekannt vor, ich konnte ihn aber im Moment in keine Schublade stecken. Es würde ihm auch weh tun, war er doch ziemlich groß und schlaksig. Kaum waren wir zwei Meter in der Luft, piepste es neben mir. Ich traute meinen Ohren nicht, dem sein Handy läutete. Das blanke Entsetzten packte mich, wegen so einem Schnösel stürzen wir noch alle ab. Er drückte auf die Taste und hauchte ins Telefon: "Yes?" Dabei sah er sich vorsichtig nach allen Seiten um und mit leicht unterdrückter Stimme, aber einen unmissverständlichen Befehlston, antwortete er: "Sofort kaufen! 1500 Stück Infineon." Was? Spinnt der? Weiß er mehr als ich? War wohl ein Insider! Die Aktie war gestern ins Bodenlose gestürzt und befand sich auf dem Weg der Selbstzerstörung. Der Mutterkonzern hatte 17.000 Leuten die Kündigung geschickt (fast eine Kleinstadt). Die ersten Aktionäre hatten sich in den Rhein gestürzt und dieser Kamikaze des Neuen Marktes kaufte fleißig totes Kapital ein. Der Typ fing an, mich zu interessieren, und ich sah ihn mir näher an: er saß geduckt da und ergriff zitternd sein Handy, wählte eine Nummer und hauchte ein: "Wie sieht's aus?" in den Hörer, um dann sichtlich entspannt und mit fester Stimme in die Muschel zu schreien: "Verkaufen und EM.TV kaufen, 800 Stück." Von Selbstzweifeln zerfressen schwor ich mir, mich nie mehr mit Aktien zu beschäftigen. Wieder so ein Blindgänger. Die waren doch pleite, die Leute von der Muppet Show. Onkel Dagobert sah sich siegessicher um und lächelte mich verächtlich an, holte sein Handy aus der Tasche und sagte mit lauter Stimme, so dass es das ganze Flugzeug hörte: "Bestellen sie mir den Jaguar mit allen Extras!" Ich kam mir vor wie ein Wurm. Da arbeitet man sich 22 Jahre die Nächte um die tauben Ohren, lässt sich verfluchen und verprügeln von integrationsunwilligen, morgenländischen 3er BWM-Fahrern, und das alles wegen der paar Moneten, die nicht einmal für einen gebrauchten VW Bus langen. Ich sah ihn an. Er sah mich an. Dann sahen wir uns gegenseitig an. Als wir damit fertig waren, kam die Stewardess und sah ihn an und sagte in gebrochenem Deutsch: "Ich möchte sie scheen bidden, das Handdy zuzumachen. Es ist nix gudd, dass offen wenn wirr in der Lufd." "Sie können mich mal. Ich habe gerade für eine Flugkarte nach Bukarest soviel harte DM bezahlt, wie sie in zwei Monaten verdienen. Ich habe gerade 25 % Anteile an Ihrer Firma gekauft und Sie sagen mir, ich darf in meinem Flugzeug nicht telefonieren. Liebe Frau, Sie können sicher sein, dass Sie morgen als Fleischfachverkäuferin in einer Dorfmetzgerei arbeiten werden. Wissen sie denn nicht, wer ich bin?" Die sichtlich erschrockene Stewardess wusste es nicht, aber ich! Ich hatte ihn erkannt: "TZ", Thomas Zacharias, geboren in Bukarest, Rumänien.

Wir hatten Anfang der 80er zusammen ein Jahr in einer Mainzer WG gewohnt. TZ, Bill aus New York, Ingo und ich aus Hermannstadt. Er hatte nie zugegeben, aus Rumänien zu kommen und allen erzählt, er sei in Düsseldorf geboren als Sohn eines reichen Fabrikanten, Arztes, Anwalts, Politikers usw., je nach Bedarf und Situation. Genau das Gegenteil war der Fall. Der ewige Student war chronisch pleite. Eigentlich lebte er von Essensresten, die ich täglich mitbrachte. Ich arbeitete als Tellerwäscher in der Küche einer Kneipe in der Altstadt. Er lachte mich aus, weil ich so einen Scheißjob angenommen hatte. Blöd nur, dass er angewiesen auf mich war, sonst wäre er glatt verhungert. Der "Grafenarsch" war sich zu fein für fast jede Arbeit, nur das Baggern konnte er gut. Er brachte alle schrägen Vögel heim, die bei drei nicht auf den Bäumen saßen, oder in den Rollstühlen. Irgendeine von den Tanten hat ihn dann auch mitgenommen, geblendet von der Hoffnung einer guten Partie.

Ich hatte zwanzig Jahre nichts von ihm gehört und war jetzt schwer beeindruckt, dass er den Sprung geschafft hatte.
"Na "TZ", wie geht's? Lange nicht gesehen."
"Ich heiße jetzt Thomas von der Gröben und mache jetzt in Holz."
"Was machst du im Holz?"
"Verkaufen. Kaufen. Geschäfte halt."
"Aha, verstehe. Wo?"
"Mal hier. Mal da"
" Anscheinend läuft es gut."
"Sehr gut! Besser könnte es nicht sein."
"Was führt dich nach Rumänien?"
"Ich habe für wenig Geld einen Wald gekauft und verkaufe jetzt das Holz im Westen für harte Dollars. Gute Sache, schließlich muss man den Leuten in diesem Land zeigen, wie der Kapitalismus funktioniert. Die haben ja keine Ahnung hier, diese ..."
Es piepste wieder in seiner Tasche.
"Was? Spinnst du? Was heißt hier Börsencrash. Ach wo, Schwarzer Freitag",
er war ganz bleich geworden und saß schweißgebadet in seinem Sessel,
"meinen Jaguar verpfänden? Ich habe ihn ja noch gar nicht richtig gekauft. Nix pleite, ich habe ja noch die Wohnung. Was? Auch weg? Und die Wohnung meiner Eltern? Weg!? Was soll ich jetzt machen?", fragte er ins Telefon und sah mich dabei an.
Ich sah ihn auch an. Dann sahen wir uns gegenseitig an. Als wir damit fertig waren, erhob ich mich, holte mein Gepäck und sagte: "Aufhängen! Bäume hast du ja genug!"
und ging meines Weges, froh in der Tasche noch genügend Geld für ein Bier und ein Taxi zu haben, um ins Zentrum zu gelangen.

Diese und andere Geschichten findet Ihr in dem Buch "Zum Bahnhof, bitte..."

Weitere Geschichten aus der guten alten Zeit werden gesucht. Bitte schickt sie an sibild@rokestuf.de
Roma
Die Zukunft Rumäniens
15 km hinter Kronstadt wurde vor ein paar Tagen die Zukunft Rumäniens eingeläutet. In einem Gebäude mit dem verheißungsvollen Namen Philadelphia fand die christlich-apostolische Kirchengemeinde von Sacele ihre neue Heimat. Im Volksmund ist allerdings ganz platt von der größten Zigeunerkirche Europas die Rede. Im Ort wohnen etwa 10.000 Roma.
Microsoft Antivirus
Made in Romania

Bill Gates war wieder auf Einkaufstour. Dieses Mal hat er in Rumänien zugeschlagen. Die Software-Schmiede GeCAD, die sich vor allem mit dem Virenschutz-Programm "RAV Antivirus" einen Namen gemacht hatte, soll jetzt den Virenschutz für Windows liefern. Für Rumänien ist es das bisher größte Geschäft in der IT-Branche. Böse Zungen vermuten hingegen, das es Micro$oft vor allem darum geht, bei GeCAD die erfolgreiche Virenschutz-Entwicklung für Konkurrenz-Systeme wie Linux einzustampfen.
 


 
Autoren dieser Ausgabe: Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer, Wolfgang Klein, Peter Dietrich
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