Rumäniens Fußball: Pleite!
Die fetten Jahre sind vorbei. Die Nationalmannschaft ist nur noch ein
Schatten früherer Zeiten. Die rumänische Fußball-Liga plagt sich schon
seit Jahren mit einem schlechten spielerischen Niveau herum. Die besten
Spieler sind schnell im Ausland. Während vor Jahren noch ein gutes
Dutzend von sich reden machte, kann man die guten Fußballer heute an
einer Hand abzählen. Obendrein jagt ein Korruptionsskandal den nächsten. Jetzt ist
sogar von Millionen-Schulden
beim Fiskus die Rede, Euro wohlgemerkt! Und im Land fehlt das Geld
sowieso schon an allen Ecken und Enden. Doch einen Weg aus der Krise hat
jetzt der Viertligist Carpati Sinaia aufgezeigt. Mit einem gewagten Foto
haben sich die wackeren Jungs aus dem Prahovatal auf Sponsorensuche
begeben. Ob sie dabei erfolgreich waren, ist noch nicht bekannt. Ein
Sinnbild des rumänischen Fußballs ist es allemal.
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6. Sächsische Beach-Volleyball-Meisterschaft Sax on the Beach Alle Jahre wieder findet in Augsburg-Königsbrunn die sächsische Beach-Volleyball-Meisterschaft statt. Augsburg? Beach? Als Austragungsort muss eine Sandkuhle herhalten, Gelegenheit zum Planschen gibt es offensichtlich auch. Heuer findet das Turnier am 26.7. statt, also an diesem Wochenende. Teilnehmen kann jeder, gespielt wird in 5er Teams mit mindestens 2 Frauen. Eine gute Gelegenheit für ein Rokestuf-Treffen ist es allemal! |
Erlösung: Der Meister spricht wieder zu uns!
Claus Stephani hat im letzten Sommer mit seinem Artikel "Suche, es gibt noch Dümmere" für Aufruhr gesorgt. Es fanden sich eine Menge Reaktionen "Pro" und "Kontra" ein. Von dem Meister höchstpersönlich war aber zum Thema nichts mehr zu hören. Bis vor ein paar Tagen, da hat er sich in der "Neuen Kronstädter Zeitung" zu Wort gemeldet. Alle Kritik an seinem Artikel sei nicht fundiert, so der Märchen- und Sagenforscher, er habe vor allem sachliche Gegenargumente vermisst. Schließlich fand er sogar Bestätigung in einer Sendung von "Fliege", in der deutsche Analphabeten präsentiert wurden und davon die Rede war, das jeder zwanzigste Deutsche nicht lesen und schreiben könne. Doch hier sei kein Proteststurm losgebrochen wie bei seinem Artikel. Das hat ihm zu denken gegeben - nicht über sich selbst, sondern über seine Leserschaft. |
Holt dich Stalin, de Soxen kun
Vor 60 Jahren wurde des Sachsen Traum wahr, er durfte dem deutschen Land
dienen. Mit Pomp und großem Bahnhof wurde die eigene Jugend in
Richtung Ostfront verabschiedet. Dieser Moment ist auch in einer
"Wochenschau" dokumentiert, die jetzt im Internet abrufbar ist. Da
heisst es in einem blasmusikunterlegten Beitrag von 1943: "Freiwillige
aus Siebenbürgen gehen zur Waffen-SS". Über den Ort der Filmaufnahmen
schweigt sich der Beitrag jedoch aus, aber vielleicht erkennt Ihr Ort
und/oder Personen wieder? Das Ergebnis wird in der nächsten SiBild
veröffentlicht.
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Mer zahn weder an den Kräch
Auf den Spuren ihrer Großväter wandeln einige Sachsen im virtuellen Raum. So sucht ein gewisser Dietmar im Siebenbuergen.de-Forum Mitstreiter für Battlefield 1942. Der gebürtige Mediascher spielt gar mit dem Gedanken die bestehende 6köpfige Gruppe zu einem richtigen Clan auszubauen - richtig mit Homepage und allem pipapo. Wenn das mal keine blutige Nase gibt. Konservative Provinztrottel Hans Bergel über die NS-Zeit in Siebenbürgen: "Was wussten wir konservativen Provinztrottel am Rande Balkans in unserer naiven Deutschlandgläubigkeit von den wahren Absichten der Piefkes? Bedurften wir also, könnte einer ironisch fragen, um auf der Höhe der Zeit zu sein, nicht dringend der modernisierenden Anschübe aus dem dynamischen deutschen Mutterland, wo es offenbar zu allen Zeiten Leute gibt, die nur dann leben können, wenn sie sich, o Gott, bald dieser, bald jener modischen Hysterie hingeben und dann obendrein auch noch jeden inquisitorisch verteufeln, der es ablehnt, ihren Quatsch mitzumachen?" (SbZ) |
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In Siebenbürgen eingefroren
und in Deutschland wieder aufgetaut Was schlaue Einheimische über uns ewiggestrige Siebenbürger Sachsen herausgefunden haben, bringt ein gewisser Karl Heinz auf den Punkt: "Sie haben nach dem Krieg auch gelitten, dieses Leid bloß, hat nichts in ihrem Kopf in Gang gesetzt, so als wäre dieser zubetoniert: die gleichen Vorurteile, die gleiche Mentalität, wie im Jahre 1933 und eine Weigerung etwas Neues in ihre Köpfe hineinzulassen, die zum Verzweifeln ist. Ewiggestrige sind sie, wie eine Spezie, die über die Jahrzehnte eingefroren wurde und nun hier in der BRD wieder aufgetaut wurde." (gefunden in Karpatenwillis Gästebuch) |
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Woran erkennt man einen Siebenbürger Sachsen? "Was ein richtiger Sachse ist, hat ein richtiges Messer dabei wenn er grillen geht" (joker) |
Zitat "Bleiben wir also weiterhin in unserem Ghetto, es lebt sich auch ohne die "hiesigen" gut hier! Ab und zu ein wenig Kontakt wird uns nicht umbringen!" (Fritzi) |
Stilblüte
Schnorrer:Haste mal 'nen Euro? Sibi: Steh weg! |
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Serie: Die guten alten Zeiten (8) Klassentreffen von Wolfito Neulich abends läutete das Telefon und es rief jemand an, der ausnahmsweise nichts von mir wollte. Eigentlich wollte er schon etwas, aber es war etwas sehr Angenehmes, eine Feier: Klassentreffen der 8ten Klasse. Das muss irgendwann im vorigen Jahrhundert gewesen sein. Es war höchste Zeit für ein Wiedersehen, sonst erkennt man sich ja gar nicht mehr, immerhin sind 30 Jahre vergangen. Ich suchte in sämtlichen Fotoalben nach einem Foto dieses Jahrgangs und siehe da, ich fand ein vergilbtes Gruppenfoto. Jetzt erst fing das große Rätselraten an, wer war der Junge links neben mir, das süße Mädchen da unten in der Mitte und mit der vierten von rechts war ich doch ein Jahr befreundet. Was macht die in der 8 a, war die nicht in einer anderen Klasse? Was wird wohl aus den Leuten geworden sein? Es ging mir einiges durch den Kopf und dabei sind mir einige Streiche eingefallen, die wir gemacht haben, wie jedes Kind in dem Alter. Die 15er Schule war eine gemischte Schule, in der es deutsche, ungarische und rumänische Klassen gab. Dazu kam noch die Musikschule und die Kunstschule. Nebenan gab es ein Waisenhaus und den Handballplatz des einzigen Hermannstädter Bundesligisten, dessen Spiele immer ausverkauft waren. Das weiß ich noch ganz sicher, da ich als heißer Fan die "Galerie" organisierte. Es gab einen riesigen Schulhof, auf dem wir uns in den Pausen harte Fußballspiele lieferten, die ab und zu in handfesten Schlägereien ausarteten. Dann wurden wir meistens zum Direktor geführt und bekamen eine Standpauke und natürlich Fußballverbot bis zum nächsten Tag. Dieser Direktor war ein sehr interessanter Mann. Wir hatten im Laufe der Jahre oft genug Zeit, uns besser kennenzulernen, war ich doch fast täglich bei ihm im Büro. Anfangs mochte ich ihn ganz und gar nicht, vor allem seine harten Ohrfeigen taten weh. Er meinte immer, er muss meinen Vater ersetzen und mir zeigen, was Zucht und Ordnung heißt. Wer Streiche spielt und dabei erwischt wird, den bestraft der Herr Direktor. Anschließend musste ich immer zu Schwester Jentner ins Kabinett, um mich verbinden zu lassen. Irgendwann konnte er nicht mehr schlagen, da ihm die Hände weh taten, und er holte den Jost (Sozialkunde), oder den Peter Lies (Sport) zu Hilfe und ich ersetzte ihnen den Sandsack im Training. Wenn alle Stricke rissen, holten sie den Wittenberger von zu Hause. Der hatte als ehemaliger Schwimmer einen knallharten Schlag, den sogenannten "Brustschlag!" Hat mich eigentlich nie besonderes beeindruckt, im Gegenteil, ich schwor Rache. Dem Lies hatte ich 1 Kg Zucker in den Benzintank seines tschechischen "Jawa"- Motorrads eingefüllt, so dass er einige Zeit nicht fahren konnte, und bei dem Jost hatte ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Er kam immer sehr forsch und sportlich in die Klasse, knallte den Klassenkatalog auf das Katheder und mit einem Salto setzte er sich darauf. Ich hatte alle Schrauben gelöst und ganz locker gemacht, so dass es noch irgendwie stand, bis der junge Mann seinen Allerwertesten darauf setzte. War ein gutes Bild, den Mann in dem Trümmerhaufen liegen zu sehen. Dann hieß es immer: "Wolfi, sofort zum Herrn Direktor!" Das hörte ich täglich. Ich war an allem Schuld, was in der Schule passierte, egal ob ich es getan hatte, oder nicht. Auch das Erdbeben hatte er mir in die Schuhe schieben wollen, aber da hatte ich ein Alibi, ich war bei seiner Tochter. Wir wurden richtig gute Freunde mit dem alten Fritz und ab und zu grinste er auch, wenn ich bei ihm saß. So als ich die Schneider mit Uhu am Stuhl festgeklebt hatte. Sie hatte ein teures Kleid aus dem "Reich" von ihren Verwandten bekommen und zum ersten Mal in die Schule angezogen. Ich hatte auch etwas aus Deutschland bekommen, flüssigen Klebstoff der Marke Uhu und wollte die Zuverlässigkeit nachprüfen. Wow, das hat geklebt! Die konnte sich nicht mehr bewegen und als der Hausmeister sie mit der Schere befreite, löste sich auch etwas von der Haut. Sie hatte Tränen in den Augen, aber ich glaube eher wegen des Kleides. Zum Glück war meine Mutter Schneiderin und ersetzte es ihr. Die Ohrfeigen bekam ich trotzdem. Auch als wir Antjes Trabant über den frisch ausgehobenen Graben auf der Baustelle vor der Schule hoben, habe ich sie bekommen. Ein Auto war großer Luxus in der Zeit, auch wenn es aus Karton war, dementsprechend hat man gut darauf gesorgt. Na ja, die Frau musste sich einen Kran besorgen, um nach Hause zu fahren, blöderweise hat der das Auto noch beschädigt, also musste ich noch mehr bezahlen. Eigentlich blechte das alles meine Mutter und ich musste mich anschließend eine Zeitlang anständig benehmen. Da ich das alles erst jetzt nachvollziehen kann, sei ihr an dieser Stelle meine Hochachtung ausgesprochen. Die Frau hatte gute Nerven! Weniger gute hatte unsere Zeichenlehrerin, Frau Niedermeier. Dass ich diese Frau in die Psychiatrie gebracht habe, tut mir heute noch leid. Ich denke eher, sie hatte von Haus aus schwache Nerven, und als sie mich nach 4 Jahren Grundschule im Gymnasium wiedersah, verließ sie die Schule auf Nimmerwiedersehen. Vielleicht hat sie nur einen Vorwand gesucht, um ungestört bezahlten Urlaub zu genießen. Am geilsten fand ich den schickligen Florea in Geschichte und Heimatkunde. Der hätte lieber Sexualunterricht geben sollen, so geil war der drauf. Er gab uns immer schriftliche Aufgaben auf, die wir in der Stunde lösen mussten, um dann durch die Reihen zu gehen. Und wie der Zufall es so wollte, ist ihm immer etwas runtergefallen, wo eine schöne Frau saß, um dann mit einer Erektion in Richtung Katheder zu verschwinden. Da der Mann schwer geschielt hat, wussten die Mädchen nie, wo er hinsah. Er war der erste und einzige "geile" Parteifunktionär mit Phantasie, den ich je kennen lernen sollte. Habe gute Tricks von dem Geschichte-Wicht gelernt und die haben auch immer funktioniert. Da wir in dem Alter auch entdeckt hatten, wie alles so funktioniert, waren wir natürlich sehr interessiert am anderen Geschlecht. Wir hatten das große Glück, sehr schöne Frauen in der Klasse zu haben, aber noch mehr waren wir an der Englischlehrerin dran, frisch von der Uni, hübsch wie ein Fotomodel und ohne Freund. Vor allem saß sie die ganze Stunde am Katheder und hatte immer eine Hand im Schoß. Natürlich mussten wir nachsehen, was sie damit tat. Gesagt getan, montierte ich den vorderen Teil des Katheders ab und die ganze Bande setzte sich in die Mitte des Klassenraumes. Freunde der Teenies, das war ein Spektakel. Natürlich kam es raus und anschließend mussten wir Russisch lernen, aber Freunde, es hat sich gelohnt. Übrigens Russisch kann ich kein einziges Wort und die Dame ist inzwischen Mutter von drei gesunden Kindern und weiß immer noch nicht, dass sie unser Vorbild war. Als ich zum Direktor kam in dieser Angelegenheit, sagte er mir von Mann zu Mann, ich sollte mich mit solchen Problemen an ihn wenden, er wäre ein alter Hase und könnte mir sicher helfen, anschließend bekam ich meine Ohrfeigen. Das nahm ich mir sehr zu Herzen und eines Tages fragte ich ihn tatsächlich um Rat. Ich hatte mich in ein schönes Mädchen verliebt und wusste nicht, wie ich es ihr sagen sollte. Vor allem, es musste bald geschehen, da wir am Ende der 8ten in alle Winde zerstreut wurden, jeder ging auf ein anderes Gymnasium. Er hörte sich alles sehr genau an und drückte mir 100 DM in die Hand: "Ich habe Dich in diesen Jahren liebgewonnen, deshalb lern' von mir. Kauf ihr ein Paar wertvolle Ohrringe aus Gold, schenk ihr aber nur einen davon. Den anderen behältst Du so lange, bis du Dir ihrer sicher bist und Du siehst, ob sie es ernst mit Dir meint. Wenn Du ihr jetzt beide gibst, haut sie Dir noch ab und lässt Dich stehen. Du weißt heutzutage nie, bei was für einer schlechterzogenen Person Du landest. Diese Weiber sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren." Es war das letzte Mal, dass wir uns unterhalten haben, den einen Ohrring schenkte ich seiner Tochter und der zweite liegt immer noch verpackt bei mir in irgendeiner Lade herum. Ich werde ihn natürlich mitnehmen zum Klassentreffen, wer weiß, vielleicht ist es unser einziges Erkennungszeichen. Diese und andere Geschichten findet Ihr in dem Buch "Zum Bahnhof, bitte..." Weitere Geschichten aus der guten alten Zeit werden gesucht. Bitte schickt sie an sibild@rokestuf.de |
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Geiz Diesen Slogan nimmt sich das Stuttgarter Justizministerium zu Herzen. Die Grundbücher der baden-württembergischen Kommunen sollen digitalisiert werden. Die Ausschreibung hat selbstverständlich der günstigste Anbieter am Markt gewonnen, nämlich die "Data Group SRL" aus Temeschburg. Doch da ging der Datenschutzbeauftragte des Bundeslandes auf die Barrikaden, im Landtag ist sogar von Adressenhändlern und kriminellen Wucherern die Rede. Vielleicht sollten die Schwaben das doch selber machen, denn wie sagen sie so schön: "Wir können alles..." Damit könnten sie auch was gegen ihr Geizhals-Image tun. |
Mach es nochmal, Klaus! Wie eine Bombe schlug vor Jahren die Wahl von Klaus Johannis zum Bürgermeister der sächsischen Haupt- und Hermannstadt ein. Es wurde eine erfolgreiche Zeit. Die Investoren kamen, die Infrastruktur der Stadt wurde auf Vordermann gebracht, praktisch jeden Monat konnten die Bürger etwas Neues erleben. Doch bald tauchten Gerüchte über hochfliegende Karriereambitionen auf, gar ein Wechsel in die rumänische Botschaft von Berlin war im Gespräch. Dem wurde jetzt ein Ende bereitet. "Ich will noch einmal für das Amt des Bürgermeisters kandidieren", so Johannis. Wir drücken die Daumen. |
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| Autoren dieser Ausgabe: Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer, Wolfgang Klein, Peter Dietrich |
| Mitautoren gesucht: Kurze Artikel, Gedichte, Fotos, Illustrationen, Zitate, Gerüchte, Lügen, Witze, Vermutungen und Stilblüten mit siebenbürgischem Bezug bitte an sibild@rokestuf.de schicken. |
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