Siebenbürger kippt VermögenssteuerDa bist du platt, ne? Verärgert zeigte sich der SAP-Vorstandssprecher Hasso Plattner(59), als die rot-grüne Regierung die Vermögenssteuer einführen wollte. Dem SPIEGEL erzählte er:"Wegen Geld gehe ich nirgendwo anders hin. Aber ich höre auf, das heißt: keine weiteren Investitionen, keine neuen Arbeitsplätze, keine weiteren Spenden mehr. Ich müsste mich von meinen SAP-Aktien trennen und würde mich ins Privatleben zurückziehen." Das hätte sich der Urenkel des ehemaligen Stolzenburger Pfarrers und Schriftstellers Johann P. Plattner("Schatzgräber / Bauerngestalten und anderes aus Siebenbürgen") mit geschätzten 4,7 Milliarden Euro auf der hohen Kante ohne Probleme leisten können. Doch das Gesetz kam nicht, und Plattner blieb. |
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SiBild |
Poschi gefunden And the winner is... Gogesch! Ja, liebe Freunde, Mr. Rokestuf himself hat Gerhard Poschner ausfindig gemacht und damit unser Rätsel aus der SiBild Nr. 5 (als einziger!) gelöst. Als Belohnung erhält er, wie versprochen, ein Rokestuf-T-Shirt. Die Lösung: Der gebürtige Mettersdorfer spielt momentan beim spanischen Zweitligaclub Polideportivo Ejido. Bilder vom feschen Poschi findet ihr im unteren Bereich des Newsletters. |
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Rechenbeispiel Restitutionsgesetz Was tatsächlich hinter der vielgerühmten Rückgabe des konfiszierten Eigentums steckt, macht getkiss im SiebenbuergeR.de-Forum mit einem Zahlenspiel deutlich: "Nach Pressequellen aus Bukarest heißt es jetzt, alle Entschädigungen sollen jetzt nochmal direkt von der Regierung untersucht werden. Das Entschädigungsgesetz soll angeblich in Kürze dem Parlament vorgelegt werden. Nach den zitierten Quellen, soll darin vorgesehen sein, das die Entschädigungen in Raten, mit einer Laufzeit von 10 Jahren, ab 2005, ausgezahlt werden. Das heißt, bis 2015. Dann wäre meine Mutter genau 105 Jahre alt geworden, ich 75. Vater, Onkel, Großeltern sind verstorben." |
Zum dritten Mal
Woche für Woche unterhalten sie das partyfreudige siebenbürgische
Publikum. Doch alle paar Jahre gibt es in der oberbergischen
Sachsenmetropole Drabenderhöhe ein Stelldichein. Dieses Jahr trifft sich
die Créme-de-la-Créme der siebenbürgischen Musikantenszene am 22. März
zum gemeinsamen Musizieren. Vom posaunenblasenden Rentner bis zur
blutjungen Nachtigall ist alles dabei. Und nach ein paar Bieren stört es
auch nicht mehr, wenn die Gitarre verstimmt und die Stimme im Eimer ist.
Ganz wie in Woodstock, fehlt nur noch der Matsch.
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Vorgezogener Irak-Krieg Rumänien ist die Schuld! Nachdem die alten Europäer sich quergestellt haben, und die Türken mehr Geld wollen, haben sich die Amerikaner den Flughafen Mihail Kogalniceanu an der rumänischen Schwarzmeerküste als Zwischenstopp ausgesucht. Untergebracht werden die GIs dort, wo andere normalerweise Urlaub machen: in Mamaia. Um die wohlverdiente Erholung braucht sich indes keiner zu sorgen: "Im Sommer sind wir wieder raus," versprach ein beteiligter General. |
Kein Blut für Öl Angesichts des drohenden Irak-Krieges mehren sich die Stimmen "Kein Blut für Öl". Das geht sogar soweit, das zum Boykott der Tankstellen aufgerufen wird. Wer sich aber ein Leben ohne Tankstellen nicht mehr vorstellen kann, sollte mal einen Blick nach Rumänien werfen. Die Rumänen haben nämlich diesen Boykottaufrufen bereits Taten folgen lassen. Arme "Petrom". |
Spruchblase ![]() Iliescus Kommentar zur SiBild: "Ihr Sachsen, nicht mehr schreibt soviel Blödsinn." |
Zitat "Viele 'deutsche' glauben anderen Nationen überlegen zu sein. Das dachten die Saxen in Siebenbürgen und das denken leider auch die aus Deutschland. Dieses ist für mich ein Beweis das die Saxen deutscher Abstammung sind." Hans Werner |
Stilblüte
Einheimische: Süßer, kannst du noch etwas bleiben?Sibi (schaut auf seine Armbanduhr): Tulai, meine Stunde ist stehen geblieben, um wieviel ist es? |
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Serie Die guten alten Zeiten (IV) Plopp von Wolfito Wir saßen mit Harro und Klaus in unserer Stammkneipe am Kleinen Ring in Hermannstadt und tranken Café Frappé. Es war irgendwann Ende der 70er und es ging uns gut. Sehr gut sogar. Wir hatten weder Sorgen noch Pflichten und dementsprechend war auch unsere Laune. Es war Frühling und die Sonne schien endlich wieder. Wir waren so träge, dass wir nicht einmal den vielen, schönen Mädchen am Nebentisch unter den kurzen Rock sehen wollten. Für diese interessierte sich aber ein Typ am Nebentisch umso mehr. Es war ein Handwerker, der seine Mittagspause verlängert hatte und den Mädels Geschichten aus seiner bewegten Arbeitswelt erzählte. Er hatte irgendetwas mit Blitzableitern zu tun. So wie der redet, muss ihn einmal der Blitz getroffen haben, sagte Klaus und alle lachten. Der will bei den Mädels nur den Blitzableiter reinstecken, vermutete Harro, jetzt gibt er gleich eine Runde aus. Wetten? In der Tat spendierte der Typ eine Runde vom leckeren Drei Eichen Bier. Nach der dritten Runde hörten die Mädchen zu und auch an den Nachbartischen waren sämtliche Gespräche verstummt. Ich kann auf jedem Dach dieser Welt einen Handstand machen, sagte er gerade großspurig, sei es noch so hoch und steil. Auf die Birne ist er auch noch gefallen! Mir war er unsympathisch geworden. Die kleine, süße Rothaarige, mit der ich geflirtet hatte, wollte nichts mehr von mir wissen. Sie sah nur noch den Münchhausen an und hörte seinen Geschichten zu. Mit offenem Mund. Was für schöne Zähne sie hatte. Und diese vollen Lippen. Wieso kannte ich sie nicht? Laut Uniform war sie auf meiner Schule. Ich beschloss, in die Offensive zu gehen: Willst du etwas trinken? Nein, danke. Der Herr war so freundlich und hat uns ein Bier ausgegeben, sagte sie und zeigte auf den Typen mit dem Blitzableiter in der Hose. Der hatte noch eine Runde bestellt und lief zur Höchstform auf: Ich wette mit Euch, dass ich auf die Kirche da oben steige und einen Handstand mache, sagte er und zeigte auf die katholische Kirche auf der gegenüberliegenden Seite des Lokals. Wir sahen hoch und unsere Bewunderung stieg. Jetzt sah ich auch ein kleines Gerüst auf dem Dach der Kirche und wusste, wo sein jetziger Arbeitsplatz war. Das waren gut und gerne 80 Meter. Unmöglich, sagten wir im Chor, das ist nicht zu schaffen. Wenn ich von Euch 500 Lei bekomme, dann mache ich es. Ohne Seil, ohne nichts, sagte er und nahm eine tiefen Schluck aus seiner Flasche. Harro sah uns an und kramte in seiner Tasche. Das möchte ich sehen, sagte er und knallte einen Fünfziger auf den Tisch. Fünfhundert Lei waren damals viel Geld, vor allem für Schüler. Aber an den restlichen Tischen war das Interesse genauso groß wie bei uns und die Rothaarige ging mit dem Hut herum und sammelte die Wetteinsätze ein. Es kamen 462,80 Lei zusammen. O.K. meine Süße, dieser Handstand ist nur für dich. Er warf ihr eine Kusshand zu und verschwand durch das Kirchenportal. Leute, der ist besoffen, das geht nicht gut aus. Wir sollten die Feuerwehr rufen oder die Polizei. Ich war schon auf dem Weg zu einem Telefon, kehrte aber um, als die beiden Freunde mich auslachten: Wolfi, dass du immer alles so schwarzsehen musst. Du bist und bleibst ein Pessimist. Der macht das nicht zum ersten Mal. Harros Worte gingen im Applaus unter. Der Typ war oben und winkte seinem Publikum. Mittlerweile hatte sich eine riesige Menschenmenge versammelt und alle starrten hoch. Der spinnt, sagte eine ältere Dame zu ihrem Mann, Jürgen, geh und ruf die Feuerwehr. Gerda, lass ihn doch, wenn er sich unbedingt umbringen will? Der Typ zog sich Schuhe und Socken aus und kletterte aus dem Fenster auf das Dach. Flink wie ein Wiesel kletterte er den Glockenturm hoch. Die Leute klatschten. Er drehte sich um, deutete eine Verbeugung an und schickte der Rothaarigen eine Kusshand zu. Sie kreischte vor Vergnügen und klatschte Beifall. Jetzt hatte er den Rand des Zwiebeldachs erreicht und drehte sich langsam um. Der hat sicher ein schönes Panorama von dort oben, sagte ich noch, da machte es schon Plopp. Ich zahlte meine Rechnung und ging. Die Rothaarige habe ich übrigens nie wieder gesehen. Wenigstens habe ich sie nicht mehr erkannt. Den Handwerker sah ich noch einmal: am nächsten Tag ganz groß auf der ersten Seite der Hermannstädter Zeitung mit einem schönen, großen Foto. Er hatte sein Ziel erreicht und war berühmt geworden. Ob es ihm dort oben nützt? Weitere Geschichten aus der guten alten Zeit werden gesucht. Bitte schickt sie an sibild@rokestuf.de |
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Kein Rumänisch ohne Französisch Wir haben die Aufrufe Chiracs und Schröders noch im Ohr: "Jeder soll die Sprache des anderen erlernen." Einen ganz anderen Ton fand aber neulich Jean Rouad bei einem Symposium im Hamburger Literaturhaus:"Eigentlich ist Französisch tot." Daraufhin Mircea Cartarescu:"Wenn Französisch tot ist, dann ist Rumänisch noch gar nich geboren." Kleiner Tipp: Dann könnte Cartarescu in Zukunft "Ferzen" oder "Tiviset" sagen, statt "Televizor". |
Tolkiens Tochter Vor gar nicht allzulanger Zeit suchten ihre Eltern Zuflucht im Alten Europa. Denn das Land aus dem sie kamen war beherrscht von dunklen Mächten. Das Mädchen machte aber schon 14 Jahre nach seiner Geburt von sich reden. Flavia aus dem Stamme Bujor niedergelassen in Paris schrieb nämlich ein Buch namens "La prophetie des pierres". Das Werk verbreitete sich mit dem Winde bis hinüber auf die Insel und nach Übersee und kam im zweiten Monat des Jahres 2003 als "Orakel von Oonagh" in das Land der Germanen. Es ging sogar die Nachricht, das Flavia im Geiste eine Tochter von John Ronald Reuel Tolkien war. Joanne Kathleen Rowling konnte sich warm anziehen. |
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| Autoren dieser Ausgabe: Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer, Wolfgang Klein |
| Mitautoren gesucht: Kurze Artikel, Gedichte, Fotos, Illustrationen, Zitate, Gerüchte, Lügen, Witze, Vermutungen und Stilblüten mit siebenbürgischem Bezug bitte an sibild@rokestuf.de schicken. |
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