Turnerinnen sind nicht nur die erfolgreichsten sportlichen Vertreter Rumäniens, sie beflügeln auch die Phantasien der Massen. Nadia Comaneci wurden die wildesten Parties mit dem Diktatoren-Sohn Nicu Ceausescu nachgesagt. Lavinia Milosovici, Claudia Presecan und Corina Ungureanu haben hingegen jetzt ihre Erfolge ein letztes Mal versilbert. Die ehemaligen Turnerinnen präsentierten ihre gymnastischen Übungen in der japanischen Zeitschrift "Shukan" und sorgten damit für Aufregung. Zu sehen waren die Mädels nämlich genau so, wie Gott sie schuf. Weitere Bilder der drei süßen Mädels findet ihr im unteren Bereich des Newsletters.
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Das kann ja heiter werden... Gutes Neues! Liebe Freunde, das neue Jahr beginnt vielversprechend, nachdem die Raelianer-Sekte (oder auch Ufo-Sekte genannt) behauptet, dass sie bereits das zweite Klon-Baby auf die Welt gebracht hätten, soll nun der berühmteste Siebenbürger (Dracula) geklont werden. Einen anderen "Schmarrn hoch zehn" plant der stellvertretende Bürgermeister Kronstadts, Gheorghe Scripcaru, er möchte die Kult-Müllbären per Internet-Auktion versteigern. |
Der mit den Hirtenhunden tanzt Er durchwandert die rumänischen Berge seit 1986. Ihm ist keine Höhle zu dunkel, kein Berg zu hoch, kein Schnaps zu stark und kein Hund zu bissig. Jahr für Jahr beweist er, dass man Urlaub in Rumänien machen kann. Mehr noch: Auf seiner Homepage lässt er uns teilhaben an seinen Erlebnissen und den Erlebnissen anderer und gibt uns auch Tipps für einen erfolgreichen Trip auf rumänischen Trampelpfaden. Er ist der Star unter den Individualtouristen. Sein Name ist Programm: Karpatenwilli >> |
Seinen letzten Film will Horst Tappert, auch bekannt als "Derrick", als transsylvanischer König in Rumänien drehen. Da darf man gespannt sein, wie seine allerletzten Worte vor der Kamera lauten. Etwa "Zigeuner, hol den Pferdewagen"?
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Ein Leu für Pleuler
Für eine Handvoll Lei hat sich jetzt der von den Stuttgarter Kickers aufs Abstellgleis gestellte Markus Pleuler nach Rumänien begeben. Beim Banater Traditionsklub UT Arad will der 32-jährige bis mindestens Juni 2003, besser noch bis Juni 2004 seine Brötchen verdienen. |
Kuriose Autovermehrung Wie das mit der Biene und der Blume funktioniert, weiß hierzulande jedes Kind. Das das auch für Autos gilt, wurde beim rumänischen Geländewagenhersteller ARO unter Beweis gestellt. Um den Fortbestand ihrer überschuldeten Fabrik zu sichern, haben sich die Arbeiter zur Samenspende gemeldet. Auf das auch in Zukunft kleine ARO-Babys vom Band rollen. |
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Iliescu und die Korruption Iliescu will sich mit seinen alten Weggefährten anlegen. "Es ist eine Kaste entstanden, die keine Moral hat, und die sich ihre Macht für persönliche Interessen zunutze macht," tönte er neulich im rumänischen Parlament. Armer alter Mann, Vergesslichkeit macht sich breit. Ein Mann auf der Straße gab hingegen zum Besten:"Ce coruptie, dom'le? Was für eine Korruption? Darf ich mit dem Präfekten nicht befreundet sein? Er besorgt mir ein billiges Baugrundstück, ich besorg ihm billige Dollars, und von der Differenz gehen wir mit Iliescu einen saufen, alles rein freundschaftlich. Wir haben hier keine Korruption." |
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Aktuell Ein Gericht in Mannheim verweigerte einem Aussiedler die Anerkennung wegen fehlender Deutschkenntnisse: "Die solle deidsch schwätze, d Aussiedlr, wenn sie herkomme, hajo, so isch des fai echd!" |
Zitat "Der Sozialismus macht die Menschen gleichgültig gegen den Gewinn, also auch abgeneigt gegen Arbeit und Strapazen." (Valerie Oberth, Mutter des Raumfahrtpioniers Hermann Oberth) |
Stilblüte
Einheimischer: Wie war das eigentlich mit den Hilfstransporten? Ich habe gehört, dass da viel Missbrauch getrieben wurde.Sibi: No ja, normal wurden die schon gerecht verteilt. Nur die, was den Pfarrer kannten, bekamen es auch von hinten. |
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Serie Die guten alten Zeiten (II) Gute, alte Zeiten!? von Wolfito Si vreau s-o spun fara frica, uite ca vine Georgica - (Bush)! D-zeu ne-a ajutat si in NATO am intrat. Cu Ion si Adrian am ajuns peste ocean. Da-te jos din corcodus, uite ca vine si Bush. Als ich dieses Lied hörte, musste ich daran denken, wie ich mir heimlich den Einmarsch dieser Truppen in Rumänien gewünscht hatte, um uns zu retten. Es war in den 70ern und trotz meines zarten Alters begann es mir so langsam zu dämmern, in was für einem System ich lebte. Wir wurden regiert von einer Kommunisten - Junta, die saubere Wahlen nur vom Hörensagen kannte. Glücklicherweise sehen sich viele davon mittlerweile die Radieschen von unten an. Mir ist es bis heute schleierhaft geblieben, wie ein ganzes Volk von dieser handvoll unterbelichteten Proleten, so im Zaum gehalten werden konnte. Eigentlich waren es nur zwei: ein gescheiterter Schuster und eine vertrottelte, potthässliche Hühnerzüchterin. Unterstützt wurden die beiden von einem Haufen speichelleckenden, unterwürfigen Zivilversagern, die sich bis in diese Position hochgeleckt hatten und sich in tiefer Schicksalsergebenheit an ihrem Stuhl festgekettet hatten. Um die Vorzüge des Postens nicht zu verlieren, wurde in hoher Adaptionsfähigkeit, "der süßeste Kuss der Heimaterde" fleißig am Arsch geküsst. Das nützte diese stotternde, intelligenzlose Niete natürlich aus und baute seine Macht immer weiter aus. Seine Saat ging auf. Ceausescu sah sich als die Inkarnation eines echten Rumänen und verkörperte die rumänische Mentalität wie kein zweiter. Das Volk stand dieser autoritären Herrschaftsform eher aufgeschlossen gegenüber. Von absoluter Schicksalsergebenheit, von einem seelischen Herdentrieb, gar von einem Pseudo - Heroismus sprachen die Analysten, Fakt ist: Diese heuchelnde Bande dummer Holzköpfe musste sich keine Gedanken machen, ihre Macht zu verlieren. Natürlich sind sie heute alle dagegen gewesen! Immerhin schaffte dieses System von damals, jedem seiner "glücklichen & zufriedenen" Bürger Arbeit zu geben. Wenn es mal keine gab, ging man den "Chef" huldigen oder einer seiner zahlreichen schwachsinnigen Reden beklatschen. Da brüllte dieser Gott aller Schuster mit seinem rollenden "R" allerlei revolutionären Blödsinn ins Volk und wurde dafür auch noch mit Applaus belohnt. Der hätte die Fibel, die Bibel, den Wetterbericht, eine Kriegserklärung oder ein Liebesgedicht vortragen können, diese Arschkriecher hätten immer gejubelt. Wenn es nicht so traurig wäre, ich würde heute noch brüllen vor Lachen. Vor allem die besonderes eifrigen und blöden Speichellecker haben es mir angetan. Wer die Kunst des Am-Arsch-Leckens gut beherrschte und sich mit dem System arrangiert hatte, der durfte sich in unmittelbarer Nähe des Diktators aufhalten und mit diesem Trottel Bären jagen oder Kellnerinnen vögeln. Meine Landsleute, die Siebenbürger Sachsen hatten damals ganz andere Probleme. Sie versuchten sich im Dschungel der rumänischen Bakschisch-Wirtschaft einen Ausreisepass zu besorgen um das Weite zu suchen. Es war die Zeit des "Gebens". Da konnte man machen was man wollte, um die unzähligen Bestechungsgelder für die rumänischen Funktionäre kam man nicht rum. Auf allen Ebenen Geschenke verteilen. Wer keine Kent Zigaretten, Jacobs Kaffee oder Lewis Jeans vorweisen konnte, wurde nicht einmal zu der Sekretärin vorgelassen. Am besten man konnte alles vorweisen, dann wurde einem Einlass gewährt. Manch einer der deutschen Minderheit hat bei solchen Privataudienzen das Haus seiner Urahnen weit unter Wert verschachert um in die wirtschaftlich gesündere, im 12. Jahrhundert zurückgelassene alte Heimat zurückzukehren. Darüber wird heute nicht mehr so gerne geredet. Vor allem diejenigen Herrschaften, die ihre deutschen Mitbürger angeschwärzt hatten. Diese Verräter mit Parteibuch, hatten sich auf Kosten anderer hochgearbeitet und in der neuen Heimat nahtlos weitergemacht. Partei ist gleich Partei. Egal wo auf dieser Welt, die Methoden sind die selben! Ich darf das aufschreiben, schließlich war ich zu jung um mitzumischen. Natürlich weiß ich nicht genau, und möchte deshalb meine Hand nicht ins Feuer legen, dass ich mich nicht auch mit den Kommunisten arrangiert hätte, wäre ich 30 Jahre vorher geboren. Man ist ja auch nur ein Mensch! Ich erinnere mich oft an diesen Abschnitt meines Lebens, die Etappe des Sieges des Proletariats, aber viel lieber erinnere ich mich an dessen totaler Niederlage. Jetzt leben in dem sympathischen Balkanland alles Helden, die den Kommunismus überlebt haben und sich fragen, ob es jetzt besser oder schlechter ist als früher. Immerhin sind die Meinungen geteilt: die nostalgische Hälfte ist von der existierenden Demokratie desillusioniert und will die starke staatliche Autorität zurück. Die andere Hälfte will die regierenden Kommunisten endlich loswerden, um in aller Ruhe ihren Geschäften nachzugehen und endlich viel Geld zu verdienen. Geld, der süße Gestank des Erfolgs, macht nicht glücklich, aber er beruhigt. Die Mitgliedschaft in der NATO sicherlich auch. Da-te jos din corcodus, uite ca vine si Bush. Weitere Geschichten aus der guten alten Zeit werden gesucht. Bitte schickt sie an sibild@rokestuf.de |
Auswandererfabrik Brukenthal?Einst saßen die Absolventen mit RU-Nummer auf gepackten Koffern. Heute hoffen sie vor allem auf lukrative Jobs im Westen. Deswegen kommen am Brukenthal-Gymnasium auf jeden deutschen Schüler neun rumänische. Doch große Hoffnungen können sie sich nicht machen. "Allenfalls zehn Prozent eines Abiturjahrgangs," erzählte Direktor Hermann der Frankfurter Rundschau, "landen tatsächlich im Ausland; und noch immer ist es wahrscheinlicher, dass eine Deutsche geht, und ein Rumäne bleibt. Ihre Abstammung macht es ihr leichter." |
Gesoffen wird immer... ...gelesen wird nimmer Brukenthals Geburtshaus in Leschkirch verfällt zusehends. Laut Hermannstädter Zeitung hat sich 1999 der Vizebürgermeister Aurel Irod das Haus unter den Nagel gerissen und darin eine Kneipe eingerichtet. Von der Brukenthal-Stiftung ist hingegen zu vernehmen, das da eigentlich ein Bücherdepot entstehen sollte. Doch dafür gibt es keine Zuschüsse. Also wird weiterhin lieber gesoffen als gelesen. |
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| Autoren dieser Ausgabe: Hans-Detlev Buchner, Günther Melzer, Wolfgang Klein, Helmut Buchholzer |
| Mitautoren gesucht: Kurze Artikel, Gedichte, Fotos, Illustrationen, Zitate, Gerüchte, Lügen, Witze, Vermutungen und Stilblüten mit siebenbürgischem Bezug bitte an sibild@rokestuf.de schicken. |
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